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Ein Stempal mehr im Pass! (19.9.99)
Fuer den Besuch der Niagara-Faelle bin ich relativ frueh aufgestanden. Denn um 7.30 Uhr fuhr mein Greyhound Bus. Und wirklich, um 7.30 Uhr ist er abgefahren, ich habe ihn noch gesehen bevor er um die Ecke verschwand!
Da sitzt man 15 Minuten im Warteraum und wartet wie vorgeschrieben, bis der Buschauffer die Passagiere abholt, und da faehrt doch der los ohne nach den Passagieren zu sehen!
Da der naechste Greyhound erst wieder viel spaeter fuhr, wechselte ich die Gelsellschaft. Dieser Bus fuhr um 9 Uhr an der Haltestelle vorbei, an der ich wartete!
Trotz allem, um 10.30 war ich bei den Faellen. Ich bestaunte sie von allen Seiten. Den Amerikan Fall und der kleine Bridal Fall auf amerikanischer Seite, und den maechtigen Horseshoe Fall auf Kanadischem Boden.
Auch einen feuchten Trip per Schiff an die Faelle habe ich mir geleistet.
Nach bezahlung einer Maut von 50 Cent durfte ich ueber die Rainbow Bridge nach Kanada spazieren. Dort bekam ich einen neuen Stempel in den Pass, welcher sich dort recht gut macht.
Die Faelle auch von Kanadischer Seite Satt gesehen lief ich den Fluss auf- und vorallem abwaerts. Dort gab es naemlich noch die Stromschnellen zu sehen. (Bei denen beim versuch sie zu durchschwimmen wie auch beim bezwingen der Faelle schon einige ums Leben gekommen sind.)
Von da war es nicht mehr weit bis zum "Whirlpool", wo die Spanish Aero Car den Fluss ueberspannt.
Muede von der lauferei schaute ich mich in den Vergnuegungsvierteln rund um die Faelle ein bisschen um, bevor ich dann mit dem Bus (beim ersten Versuch!) wieder zurueck nach Buffalo fuhr.
Vancouver, laufen laufen laufen (11.10.99)
Morgens um 1 Uhr bin ich in Vancouver angekommen. Wie immer ging ich halb schlafend in den Busbahnhof, um dort so gut wie moeglich weiter zu schlafen. Aber die Tuere war abgeschlossen! Ein Schild machte darauf aufmerksamm, dass der Bahnhof in der Nacht bis morgens um fuenf abgeschlossen sei. Super!
Also blieb mir nich viel anderes uebrig als meine Sachen im Freien auf einer Parkbank fuer den Tag bereit zu machen.
Schlafen wollte ich nicht einfach so auf einer Parkbank in wer weis was fuer einer Gegend. Aber nur zu rumsitzen war mir zu kalt und auch zu langweilig. So entschloss ich mich die Stadt halt in der Nacht zu erkunden. Ich hatte zum Glueck schon einen Stadtplan von Vancouver, den mir freundlicherweise Schweizer die ich in Seattle traff geschenkt hatten.
Ich dachte, dass ich frueher oder spaeter an ein Restaurant oder so laufen werde das offen hat. Dem war jedoch nicht so, stattdessen lief ich dem Begruessungskomitee von Vancouver in die Arme!
Wenig spaeter vertrieb ich mir die Zeit mit einem Securiti-Mann auf seinem Rundgang.
Aber sonst war im grossen ganzen die ganze Zeit in der ich dem Ufer und Strand entlang lief nicht viel los. Ich konzentrierte mich jedoch auf jedes Geraeusch und jeden Schatten, um auf alles moegliche moeglichst gut vorbereitet zu sein. Viele traff ich jedoch nicht am Strand. Zweimal waere ich jedoch schier auf einen schlafenden Obdachlosen getreten, die ihr Nachtlager hier aufgerichtet haben.
Beim Stanley Park angekommen kehrte ich um, da war es mir definitiv zu dunkel und unuebersichtlich. So zog ich es vor durch Downtown zu schlendern.
Irgendwann wurde es dann entlich hell, und alles sah ploetzlich viel freundlicher und einladender aus. So konnte meine Offizielle Stadtbesichtigung anfangen.
Infolge eines Feiertages in Vancouver blieb das treiben in der Stadt den ganzen Tag auf Sparflamme. Da es in der Stadt fuer mich sowiso nicht mehr viel zu sehen gab, verbrachte ich die meiste Zeit des Tages im Stanley Park. Dies ist eine sehr schoene Parkanlage; und sie liess mich mit ihren herbstlich gefaerbten Baeumen und den trotz Sonne relativ kuehlen Temperaturen erinnerungen an die Schweiz aufkommen.
An dem Straenden liessen viel Leute Drachen steigen, was schoen zum zusehen war. Und auch die Inlineskater vollbrachten ihre schier unglaublichen Kunststuecke.
Auf dem Weg zurueck zum Busbahnhof traff ich noch einen Mann der hier lebt, den ich drei Tage zuvor im Greyhound Bus Traf!
Muede von rund 30 Kilometer Tagesmarsch mit 25 Kilogramm auf dem Ruecken bestieg ich den Bus in Richtung der peinlich genauen Amerikanischen Zoellner. Nach vorlegung aller meine Papiere und Flugtickets liesen auch diese mich wieder im Bus weiterschlafen, unterwegs in ein neues Abenteuer...

Buesel
Switzerland

buesel@gmx.ch

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Page Updated Sun Mar 19, 2000 8:04pm EST