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Franzoesisch Polynesien
Insel Tahiti und Moorea


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Schweizer Alpen?
Berge wohin das Auge reicht! ( Ausser in Richtung Meer natürlich) Viele der Berge sind ueber 1000 Meter hoch, teilweise sogar ueber 2000 Meter!
Ist das eine kleine Schweiz mitten in der Suedsee? Ich freue mich darauf dies heraus zu finden.
Wie ging das mit dem Franzoesisch schon wieder?
Ja, das mit der kleinen Schweiz haut nicht ganz hin. Zwar sind da Gemeinsamkeiten wie die Berge, die Sprache oder der Regen.
Aber die Berge sind hier bewaldet, die Srache ist Franzoesich (Das war doch mein Lieblingsfach, oder nicht...) und der regen ist waermer. Aber immer der Reihe nach.
Am 8.11.99 um 19.14 Uhr hob ich mit dem Flugzeug bei Los Angeles ab. Endlich, den zuvor hieng ich nur in der Stadt und am Flughafen rum. Downtown Los Angeles ist ein Ort den man sicher nicht gesehen haben muss, und der Flughafen ist auch totlangweilig! Das einzige dass ich hatte war Heimweh! Nein nicht nach Hause nach Villmergen, (Ich hoffe meine Familie verzeiht mir!) sondern nach meiner Grosstante Idy und Ihrer ganzen Familie bei denen ich ja eine lange Zeit verbracht hatte.
Im Flugzeug hatte ich einen Sitz in der mittleren Reihe, leider kein Fensterplatz. Aber es war ja ausser Dunkelheit eh nicht viel zu sehen. Da ich aber zu meinem Glueck der einzige auf den drei mittleren Sitzen war, genoss ich einen Grossteil des 8.5 Stuendigen Fluges bei einem Nickerchen, natuerlich bequem liegend.
Als ich das Flugzeug um 1.45 Uhr Ortszeit in Tahiti verliess fiel mir zuerst die warme feuchte Luft und die Wasserlachen am Boden auf. Vor der Passkontrolle steckte uns eine Vahine (Frau/Ehefrau) eine weisse Bluete der Tiare Tahiti hinter die Ohren zur Musik von vier mit einem Pareo bekleideten Maennern. Das ist der Weg der Tahitianer, maeva (willkommen) zu sagen.
Im Jahre 1990 zaehlte Tahiti 132'361 Touristen. So nimmt Tahiti (Ausganspunkt fuer Ostpolinesien) hinter Fidschi den zweiten Platz unter den Tourismuszentren der Suedsee ein. Aber trotzdem zum Vergleich, ein einziges Hotel in Waikiki (Hawai) kann mehr Zimmer haben als auf der ganzen Insel Tahiti zu finden sind. Hier zaehlt man zu bestimmten Zeiten nur einen Touristen auf 100 Einwohner, waehrend es im ueberfuellten Hawai 11 Touristen auf 100 Einwohner sind.
Jedenfalls war ich da mitten in der Nacht am Flughafen, wo einjeder von irgend jemandem mit Blumenkraenzen in Empfang genommen wurde, nur ich nicht! In kuerzester Zeit war der Flughafen wieder Menschenleer, nur ich und mein Rucksack blieben zurueck!
Morgens um 5 Uhr fuhr dann der erste Bus in die Stadt Papeete. Busse scheinen sie hier zwar nicht zu kennen, es sind naemlich alles umgebaute LKW's mit langen Sitzbaenken sowie Lautsprechern auf der Ladeflaeche. Frueh Morgens erwachte das Vogelgezwitscher und mit Tagesanbruch fielen mir auch die exotischen Blumen und Pflanzen auf.
Papeete hat mich jedoch enttaeuscht, es war fuer meine Erwartungen zu unordentlich und schmutzig. So beschloss ich die erstmoegliche Faehre nach Moorea, die naechste Insel zu Tahiti, zu nehmen.
Die Temperaturen waren zwar schoen warm, aber auf der Faehre regnete es was es ging. Wieder trocken in Moorea suchte ich mir eine Bleibe. Ich bezog ein Buro, etwas aehnliches wie ein Strohhaus, das als Massenschalg (4Personen) auf einem Zeltplatz vermietet wurde. Um mein eigenes Zelt aufzustellen schien mir das Wetter doch zu schlecht! Es gab eine Kueche die allle benutzen konnten, WC Anlagen und Duschen nur mit Kaltwasser. Aber das Verlangen nach einer heissen Dusche kommt in dieser Gegend ehe nie auf. Da gibt es auch noch einen Plastikeimer, den man nur von morgens um 8 Uhr bis abends um 17 Uhr Ausleinen darf. Nur in ihm ist das Waesche Waschen erlaubt, und dass auch nur am Boden in einer Ecke des Zeltplatzes! Dieser Eimer und das Waschen hat mich dann auch spaeter einige Nerven gekostet, aber lassen wir das. Das absolut Beste am Zeltplatz war jedoch seine Lage. Cocospalmen, weisser Sandstrand und Hellblaues Wasser, was will man mehr?
Per Zufall waren in meinem Buro zwei Schweizer mit mir drinnen. Ich sehe relativ wenige Schweizer auf meiner Reise. Aber es waren welsche, die nur franzoesisch konnten, die gluecklichen! Ich hatte so meine liebe Muehe mit meinem Franzoesisch, dabei habe ich da viel mehr Franzoesisch-Unterricht in der Schule genossen. Aber damals in der Schule hoerte ja niemand auf mich als ich ihnen beibringen wollte das ich in Franzoesisch ein hoffnungsloser Fall bin!
Zu Fuss und per Fahrrad erkundete ich die wunderschoene Insel mit rund 60 Km Umfang. Ich sah viele fuer uns exotische Tiere an Land und im Wasser, wunderschoene Palmenwaelder und halber Regenwald, Wasserfaelle und Kuehe unter Cocospalmen grasen! Ich hitchhikte (Autostoppen) in die Berge (immer mit Direktverbindungen!) und besuchte die Riffhaie aus naechster naehe. Ich sah gewiss 8-10 von denen rund 1.7 Meter langen Tiere, als sie mit futter angelockt wurden. Ja, natuerlich aus dem Boot, zuerst! Denn im Wasser schnorchelnd kann man sie noch viel besser beobachten, was auch nicht weiter gefaehrlich war. Der Hoehepunkt in Tahiti waren fuer mich jedoch die Stingrays (Stachelrochen). Im nur 1.2 Meter tiefen Wasser konnten wir stehen und die Stingrays fuettern. Zeitweise wimmelte es nur so von Rochen, so dass der weisse sandige Meeresgrund vom Grau der Rochen abgedeckt wurde. Da waren sicher etwa 20 Stueck auf einer kleinen Flaeche. Es war herrlich den Tieren mit einem Durchmesser von rund einem Meter zuzuschauen. Es gibt wohl kein ein anderes Meereslebewesen das so elegant wie der Rochen ueber dem; Meeresgrund schwimmt. Schweben wuerde es wohl noch besser Umschreiben. Die Tiere waren sammtigweich anzufassen. Es war herrlich sie zu streicheln. Es ist schon ein spezielles Gefuehl, wenn der Stachelrochen aus dem Wasser an deine Brust schwimmt und dir entgegen stoesst. Dies war jeweils das sichere Zeichen, dass der Rochen etwas Futter von dir wollte. Natuerlich sah ich auch noch viele "Aquariumsfische", die hier jedoch ueberall im Meer um die Korallen schwimmen.
Natuerlich schwamm ich auch auf eine kleine "Robinson-Insel" die teilweise vor der Kueste des "riesiegen" Mooreea (zur Erinnerung: rund 60 Km Umfang) liegen und teilweise einen Durchmesser von unter 50 Meter aufweisen.
Bei meinem Abschied von Moorea und auch von Tahiti regnete es wieder. Nach einem sehr guten Schlaf auf meiner Liegematte im Flughafen Faa in Papete verliess ich nach mehrmaligen Aufrufs meines Names im Lautsprecher um 6.33 Uhr Tahiti.
Ich war ja noch rechtzeitig im Flugzeug, die Tuere wurde ja erst unmittelbar nach mir geschlossen. Aber trotzdem hab ich mir da gesagt nie mehr auf andere zu warten die noch irgendwas besorgen muessen.

Buesel
Switzerland

buesel@gmx.ch

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