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Atlantik-Ueberquerung |
| Containerschiff IBN SINA |
| Das ist "mein" Schiff |
27'900 PS
216 m Laenge
32.2 m Breite
Tragfaehigkeit von 36'900 t
Containerkapazitaet 3025 TEU
Dienstgeschwindigkeit 21 Knoten
Dies sind die wichtigsten Eckdaten des von der Bremer Vulkan Werft gebauten Schiffes. Es wurde am 4. September 1993 auf den Namen "Tokyo Senator" getauft. Da das Schiff von einer neuen Reederei uebernommen wurde, bekam es einen neuen Namen. Es heisst jetzt IBN SINA und die besitzende Reederei ist NSB Buxtehude. Es Fährt unter deutscher Führung und Flagge.
Natuerlich ist dies ein Container-Frachtschiff und kein Kreuzfahrtschiff, aber trotzdem kann es diverse Annehmlichkeiten fuer Crew und Pasagiere. So bietet es ein Innen- und ein Aussenschwimmbad, eine Sauna und einen Fitnessraum, Video / TV-Raum, Liegestühle auf dem "Sonnendeck" und auch so praktische details wie Trockenraum und Waschmaschine für Pasagiere.
Wer jedoch ohne Animationsprogramm aufgeschmissen ist, ist auf einem Frachtschiff sicherlich am falschen Ort!
Dafuer bietet es die moeglichkeit, einmal aus naechster naehe das geschehen auf einem Hochseefrachter zu betrachten. Oder Maschinenraum und Kommandobruecke, beides Schaltzentralen des Schiffes auf hoher See zu besuchen.
Ich freue mich wirklich auf all das.
Fliegen ist sicherlich auch schön, (und auch viel billiger!) aber es ist nicht mit einer Schiffsreise zu vergleichen. Wenn ich daran denke, dass ich an der Reeling auf dem Schiff stehe und in jede Himmelsrichtung nur Meer sehe, irgendwo mitten im Atlantik, tausende Kilometer von den naechsten Kuesten entfernt... herrlich!
Der kleine nachfolgende Bericht natuerlich nie vollstaendig, wie kann er auch bei Internet Preisen von 12$ die Stunde! (New York)
Aber auch sonst kann er nie vollstaendig sein, viel zu viele eindruecke hinterlaesst so eine Frachtschiffreise. Aber ich erzaehle gerne mehr von meiner Reise wenn ich wider Zuhause bin, dann mit Fotos!
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| Achtung fertig los! |
Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.
Da meint so mancher einer auf dee weiten des Atlantiks waere nur Wasser und Langeweile, weit gefehlt! Ich wollte ja unter anderem meine Reiseroute durch Amerika auf dem Schiff Planen, aber dazu kam ich nicht!
Aber fangen wir doch am Anfang an, Zuhause.
Also angefangen hat meine Reise ja am Freitag Abend den 27.8.1999 in Villmergen, wo ein Teil Der Belegschaft noch eine Runde Sekt mit mir trank und ausharten bis ich mit Sara und Rene mit dem Auto nach Zuerich fuhr. Ich glaube, sie wollten sicher sein dass ich wirklich gehe!
Es war sehr schoen und es machte es fuer mich nicht leicht zu gehen, in eine, wenn auch interessante, doch ungewisse Zukunft.
Trotz Stau au Zuerichs Strassen schafften wir es zur Zeit auf meinen Zug. Erst hier war der eigentliche Abschied von der Schweiz. Mit gemischten Gefuehlen stieg ich in den Zug der bald darauf richtung Spanien los rollte.
Im Zug wurde schon bald nach dem Pass gefragt, die Schweiz war verlasse! In meinem Abteil war ein junger Schweizer, mit welchem ich die lange Zeit im Zug vertrieb. Muede legte ich mich im Zug fuer die erste Nacht fern der Heimat schlafe.
Als ich erwachte, war ich schon fasr in Barcelona, wo ich direkt nach Valencial umsteigen konnte.
In Valencia vertrieb ich mir die Zeit mit einer Stadbesichtigung zu Fuss, die jedoch nicht sonderlich war. Also machte ich mich auf den langen Weg richtung Hafen wo die Sucherei nach meinem Schiff begann. Uebrigens weiss ich jetzt aus versuchten Gespraechen mit der Hafenpolizei, dass Englisch, Franzoesisch un Deutsch nicht verstanden wird! Trotzdem schaffte ich es mich weiter frei auf dem Hafengelaende umsehen zu koennen.
Der Haven von Valencia ist ziemlich weitlauffig, was meine Beine auch zu spueren bekamen!
Aber ich hab mein Schiff gefunden! Aus etwa 300 Meter Entfernung schaute ich zu wie das Schiff beladen wurde.
Das war ein fehler, wie ich spaeter fest stellte! |
| Traumschiff kann einpacken! |
Waere ich naemlich am Samstag auf das Schiff gestiegen, haette ich mir das Geld fuer eine Uebernachtung sparen koennen.
Aber ich hatte ja erst ab Sonntag bezahlt, daher meldete ich mich nicht frueher. Die Stunde Marsch vom Hotel (wenn man die Absteige so benennen kann!) mit 30 Kg Gepaeck auf dem Ruecken bei 35 Grad,konnte mir nach den 5,5 Stunden Marsch vom Samstag nichts mehr anhaben.
So kam ich frisch auf das Schiff, wo ich als letzter schon erwartet wurde.
Kaum auf dem Schiff zeigte mir ein freundlicher Filipine meine Unterkunft. Rucksack weg, Hemd weg, Schuhe aus und Erholen! Doch da klopfte es schon und der Kapitaen begruesste mich herzlich.
Zwei Stunden frueher als geplant liefen wir aus, und ich musste eiligst wiedr alles anziehen!
Alle Passagiere auf die Bruecke hies es aus dem Lautsprecher. Darauf machte ich mich auf den Weg in das 7. Sockwerk.
Es war sehr Interessant, dem Auslafen des Schiffes auf der Bruecke bei zuwohnen.
Zwei Deutsche Ehepaare und ein Junges schweizer single Paar waren ausser mir Passagiere. Dazu kamen 20 Besatzungsmitglieder bestehend aus Deutschen und Filipinen.
Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Auch herschte eine lockere schon fast familiaere Stimmung. Oft wurden Spaesse gemacht, allen voraus der Kapitaen!
Bei der ersten Mahlzeit bekam ich dann das in meinen Unterlagen als waehrschafte Seemannskost beschrieben Essen zu sehen. So manches 4 Sternhotel hat nicht die bessere Kueche! Zum Fruehstueck Eier in allen Variationen, Kaese, Fleisch, Speck, Omlets, Joghurt, Muesli, Corn-Flakes und aehnliches, Milch, Kafe, Tee, Fruechte und und und. Zum Mittagessen und Nachtessen gieng es aehnlich weiter, einfach warm! Immer 4 Gaenge zum Mittagessen und zum Nachtessen war auch manchmal Kaviar! dabei. Nicht zu vergessen der 10 Uhr und 15 Uhr Kaffee. Kaffee und Tee bekam man sonst auch zu jeder Zeit auf der Bruecke oder in der Kueche.
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| Alles war wunderbar ausser Dennis! |
Auf dem Schiff durften wir uns frei bewegen, zu jeder Zeit. Natuerlich fragte ich jeweils bevor ich in den Motorenraum ging oder in den Schiffsbauch, aber verwehrt wurde mir nie etwas.
So war ich oft auf der Kommandobruecke. Auch Nachts, dann ist es dort herrlich und es gibt Kaffee.
Der Motorenraum ist auch sehr interesant. Mit seinem 7000 Liter Motor verbrennt er bei normaler fahrt 60 Tonnen Schwreoel in 24 Stunden (neuere schnellere Schiffe verbrauchen bis 250 Tonnen!)und erzeugt einen gewaltigen Laerm. Trotdem ein herrlich Ort zum verweilen.
Auch das Aussenpool hat seinen Reiz.
Aber der schoenste Ort ist fuer mich auf dem Bug. Kein Motorenlaerm oder Vibrationen, nur das Rauschen der Gischt und die Weite des Atlantiks (Ok, alle zwei Tage ein Schiff).
Leider hatten wir nie richtigen Seegang, nur einmal schafte es die Gischt um bis auf dem Bug zu spritzen. Dennis, ein Hurricane vor der Kueste Amerikas konnte sich einfach nicht fuer einen besuch bei mir entschliesen, schade.
Dafuer hatten wir immer schoenes Wetter und ich sah mehr Tiere als erwartet. Unter anderem auch Delfine und Fliegende Fische.
Auch die Uebernachtung im Schlafsack auf dem Bug unter dem Sternenzelt war eindruecklich.
Auch in guter errinnerung werden mir sicherlich die Abende auf dem Schiff bleiben. Karaoke singen bei den Filipinos, Abedessen im Freien bis spaet in die Nacht oder einfach das gemuetliche beisammen sein.
Sicherlich wede ich auch die Geschichte vom Kielschwein die uns der Kapitaen Oefters erzaehlt hat nie vergessen. Es hat ja bekanntlich auf jedem Schiff ein Schwein das von den Essensresten lebt. Er erzaehlte die Geschichte so Glaubhaft, dass ein Passagier ganz entsetzt war als der Kapitaen die letzte kleine Luke zuunterst im Schiffsbauch oeffnete die zum Schwein haette fuehren sollen!
Ich habe waehrend der Fahrt das ganze Schiff mitsammt seiner Mannschaft in mein Herz geschlossen, so dass es mir gar nicht leicht viel am 7.9.99 das Schiff Richtung nebliges New York zu verlassen. |
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