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Fiji Inseln |
| Insel Viti Levu, Tavewa und Rotuma |
| Protzig? |
Protzig ist vielleicht einbisschen uebertrieben, aber nach Tahiti,Moorea und Rarotonga wirkt Viti Levu wirklich riesig! Immerhin ist die Insel rund 120 x 90 Kilometer gross.
Ich lasse mich ueberraschen ob dieser Eindruck stimmt!
Unser Reiseagent Philip!
Ja, fuer mich war die Hauptinsel eindeutig zu gross. Zwar hat auch sie vom Regenwald bis zur Beach alles und noch mehr zu bieten, aber ich bevorzuge kleinere ueberschaubarere Inseln. Davon hat Fidschi ja auch einige zu bieten. Insgesammt gehoeren ueber 1'000 Inseln zu Fidschi, von denen jedoch nur 322 gross genug sind und auch die Grundlage (Wasser, gute Erde, etc.) um auf ihnen zu leben bieten. Von diesen 322 Inseln ist jedoch auch nur ein kleiner Teil besiedelt.
Meine Anreise auf Fidschi war schon etwas besonderes, wir ueberquerten da naemlich die Datumsgrenze. Trotzdem ich die ganze Zeit angestrengt aus dem Fenster schaute, sah ich niergends die Grenzmauer der Datumsgrenze! Auch war kein Datumsgrenz-Ueberschreitungsknall oder was aehnliches zu hoeren!
Spass beiseite. Wenn ich den urspruenglichen Flug haette nehmen koennen, der am Donnerstag den 18.11.99 um Mitternacht gestartet haette, so waere ich am Samstag morgens um 2 Uhr in Fidschi angekommen. Ich haette also den ganzen Freitag verpasst. Da der Flug jedoch auf Freitag 18 Uhr verschoben wurde, erlebte ich jeden Tag. Wenn auch vom Samstag dem 20.11.99 nicht mehr viel uebrig blub, da ich an diesem Tag um 20 Uhr landete.
Auch in Fidschi nahm uns ein Ukulele-spielender einheimischer zusammen mit seinem Gesang in Empfang! Ich habe mich hier fuer die Unterkunftssuche der ersten Nacht mit einem Deutschen Paar zusammengetan. Es sind dies Kerstin und Tino, die auch bei Piri auf Rarotonga einquartiert waren.
Als wir den Zoll hinter uns hatten, schauten wir wahrscheindlich erstmal etwas ratlos in die Gegend. Davon fuehlte sich ein junger Fidschianer anscheinend angesprochen. So Kam er auf uns zu und fragte ob wir auf der suche nach einer uebernachtungsstelle waeren, er sei Reiseagent, wir sollen doch in sein Buero kommen. Kerstin, Tino und ich schauten uns erstmal gegenseitig etwas ratlos an und willigten dann ein. Was soll schon passieren?
Nur schon wegen des klimatisierten Bueros war es eine gute Entscheidung! Die Temperaturen waren trotz Abendzeit noch ziemlich hoch, gar nicht zu sprechen von der Luftfeuchtigkeit... Aber dann kam etwas dass ich noch nie in meinem Leben so extrem erlebt habe.
Mir war der Mann von der ersten Sekunde schon nicht geheuer, so etwas von hoeflich wie der war. Alles das er machte und sagte war mit einer hoeflichkeit die einem schon fast laestig war. Ich sage Euch, mein stetiger Gedasnke war: " Wo ist der Haken?". Es fing mit einer Muschelkette fuer jeden als Willkommensgeschenk an. er Stellte sich al Philip vo und wir nannten unsere Vornamen. Danach holte er einen dicken Ordner aus der Schublade und fing uns an etwas von Unterkuenften in Hotels zu erzaehlen! ich Hoerte nur "Hotel" und dachte gleichzeitig: "Hat der nicht gesehen dass wir mit dem Rucksack und Wanderschuhen unterwegs sind? Also da ist der Haken, Erwischt!!!" Aber Philip nahm mir den Wind gleich wieder aus den Segeln und erzaehlte etwas von 15F$ (Fidschi $) Kosten pro Nacht im Dorm, inklusive Fruehstueck. Aber dessen beliess er es nicht. Er zeigte prospekt um prospekt alles was Nadi zu bieten hat, und sagte auch wo was im Prospekt nicht ganz der Wahrheit entspricht (z.B. Klimaanlage: ja, es ist eine defekte vorhanden, etc.)
Irgendwie fassten wir da alle zu Philip vertrauen, es machte alles einen fundierten Eindruck, aber die Hoefflichkeit mit der er uns dessweiteren bediente hab ich noch nie vorher erlebt! Kerstin, Tino und ich konnten sich vor Informationsflut kaum entscheiden, rangen uns aber doch fuer eines durch. Natuerlich besorgte Philip auch noch gleich den Gratisbus zum Hotel und ueberreichte uns seine Visitenkarte mit seiner Privaten Nummer mit den Worten: "Bei jedem Prtoblem das ihr hier habt, ruft an, 24 Stunden!". Einzig dass wir den ganzen Betrag fuer die Uebernachtung schon im Reisebuero bezahlten und darauf ein handgeschriebener Zettel mit etwas wie: "...haben den Betrag fuer die Uebernachtung laut Telefon mit Frau ... Bezahlt."; machte mich noch ein letztes mal stutzig.
Aber alles hatte seine Richtigkeit, der Reiseagent war wirklich einfach nur freundlich! |
| Tavewa, Stromloses Paradies. (22.11.99-25.11.99) |
Den ersten Tag in Fidschi verbrachten wir noch zusammen (Deutsches Paar) in Nandi. Da es Sonntag war, war es fast ausgestorbenen. Denoch konnte uns das die Stadt und das Land sehr viele neue eindrueke liefern.
So gegen Mittag gingen wir wieder auf den Flughafen, wo Philip gerade Dienst hatte. Philips erste frage war natuerlich ob wir mit der Unterkunft zufrieden waren oder ob etwas nicht in Ordnung war. Soviel Fuehrsorge fuer seine Kunden wie Philip, bringt wahrschendlich in der schweiz nicht mal eine Krankenschwester ihren Patienten entgegen.
Wie auch immer, ich hatte mir inzwischen ein Reiseprogramm zusammengestellt und fragte nach den Kosten sowie seiner Meinung. Da fing das grosse telefonieren an, mal in englisch, mal in Fidschi. Mit dem erstbesten Preis war Philip nie zufrieden, immer musste es doch noch ein besseres Angebot zu finden geben. Natuerlich wurde auch immer nach dem "local" Preis gefragt, schliesslich handelte is sich bei uns um Freunde nicht nur um Kunden. Auch hoerten wir oft heraus: "..und wenn der Kunde direkt bei euch zahlt?". Philip opferte sich regelrecht auf. Infolge mehreren Problemen aenderte ich meine Plaene innerhalb einer Stunde etwa viermal, was mir schon fast peinlich war. Aber Philip nahm das ganz gelassen.
Nach mir stellte das deutsche Paar, was laenger in Fidchi bleibt, ihre Reiseideen Philip vor. Dabei fiel das erste mal das Wort Rotuma. Philip wurde dabei hellhoerig, denn Rotuma ist keine Insel fuer Touristen. Da es da keine Unterkuenfte gibt muss man schon fast irgend jemand kennen der dort wohnt. Er meinte darauf, seine Tante lebe dort, da gibt es keine Probleme. Aber sonst stossten die Reiseideen von Kerstin un Tino auf lauter Probleme, unter anderem auch weil es Sonntag war.
So schlossen sie sich erstmal wieder mir an. In den drei Stunden wo wir bei Philip waren, verkaufte er uns gerade neun (guenstige) Uebernachtungen!
Tags darauf zogen Kerstin, Tino und ich los nach Tavewa. Von Philip in die Preise der "locals" eingeweiht, liessen wir uns jetzt natuerlich nicht mehr jeden Preis gefallen.
Von Lautoka aus konnten wir nach Fidschi-time (1.5 Stunden zuspaet) die "Faehre" beziehen, ein etwa 2.8 Meter breites und 9 Meter langes Holzboot mit zwei aussenbord Motoren. Da es dort wo wir hingingen keinen Strom gab, wurde Sackweise Eis zum kuehlen (des Bieres?) zwischen die Baenke getragen. Auch sonst wurde so allerhand aufgeladen. Kerstin war es langsam genug Gewicht fuer das kleine Boot. Die Schwimmwesten unter den Baenken machten mit ihren Rissen und Flecken auch den Eindruck wie wenn sie schon mehrere Einsaetze hinter sich haetten! Auch konnte man anhand der ueberall abblaeternden Farbe die Modetrends der letzten Jahre verfolgen!
Die dreistuendige Fahrt begann noch gemuetlich,Doch schon bald spritzte die Gischt nur noch so ueber das Boot. Eine nicht ganz Seefeste Passagierin lehnte darauf trotz der spritzenden Gischt aus dem Fenster... Da stellte ich auch fest warum das Boot mit zwei Motoren ausgeruestet war, der einte hatte andauernd aussetzer! Waehrend der Fahrt wurde da der kleine Service mit Kerzenwechsel gemacht.
Auch ich war langsam froh als wir in Tavewa auch dem David's Place Resort ankamen. Diesmal war wieder ein richtiges Begruessungskomitee von fuenf Musikern da und empfang unsd mit einem herzlichen Bula (Hallo).
Da es hier keine Einkaufsmoeglichkeiten gibt, ist beim Preis von 27 F$ fuer eine Person im Zelt auch Vollpansion inklusive. Fuer dijenigen die nicht Zelten wollen gibt es auch Buros (eine art Strohhaeuschen), die als Schlag oder Zweierzimmer zu haben sind. Natuerlich gibt es auch Duche- (nur kalt) und Toilettenburos. Das Wasser fuer sie wird aus einem Teich in einen erhoeten Behaelter vor dem Buro gepumpt, welcher aehnlich den Wasserbehaelter fuer die alten Dampflokomotiven ist. Auch ist ein grosses Gemeindschafts-Buro da, indem gegessen und getanzt wurde. Ja, getanzt! Das war das allabendliche Abendprogramm. Der Tanz war einfach und hat mit dem "Zillertaler" aehnlichkeit. Die Hausband spielte gut und bestand jeweils so aus etwa 7 Musikern. Sie spielten und sangen wirklich gut, besonders wenn sie genug Kava Getrunken hatten. (Kava wird fast wie ein Tee aus einer Pflanzenwurzel gemacht. Kava hat auf Zunge und Mund eine betaeubende Wirkung. Kava schmekt fast wie Erdwasser mit irgendeiner Schaerfe. Bier schmekt besser!) Da niemand sonstwohin in den Ausgang konnte, ergab sich immer ein gemuetliches Beisammensein beim Schein einer Benzinlaterne.
Es gab zwar einen kleinen Shop, aber da gab es nicht viel ausser einpaar Getraenken. Zum Trinken gab es noch einen speziellen Tank mit Regenwasser.
Der David's Place auf Tavewa macht etwas den Eindruck eines Negerdoerfchens, und ist der ideale Platz um einfach nur zu sein!
Tavewa liegt in der Yawasa Gruppe von Fidschi und ist nur knapp zwei Kilometer lang. Es Leben auch nur sehr wenige Leute permanent auf der Insel. Ausser dem David's place ist noch das Coral-View Resort auf Tavewa. Eigentlich dasselbe wie David's Place, aber mit Notstromagregat das den ganzen Tag die Ruhe mit seinem Surren stoert. Dessweiteren gibt es auf Tavewa noch eine Kafeteria: Eine Einheimische Familie serviert Tee und Kaffee sowie Kuchen. Sehr zu empfehlen!
Tavewa ist ja eine schoene Insel mit traumhaften menschenleeren Straenden, aber die koennen mich halt nicht auf die Zeit fesseln.
So bestieg ich den "Berg" (Huegel von ca 250 Meter Hoehe) mehrmals, von wo man eine herrliche Aussicht hat. Am Abend konnte man auch beobachten wie die Flughunde (etwas groessere Fledermaeuse) auf Nahrungssuche gingen. Dieses herrliche Schauspiel beobachtete ich gleich an zwei Abenden.
Aber Ich machte auch Ausfluege mit einem (noch kleineren) Boot. Ich besichtigte nach 1.5 Stuendiger Fahrt vorbei an vielen kleinen "Robinson-Inseln" die versteckten Hoehlenauf der Insel Sawa-i-Lau (Nur auf OL Karten oder aehnlichem zu finden!) Die erste Hoehlen ist schon eher ein Canyon mit einem Salwassersee. Von oben dringt relativ viel Licht ein. Trotzdem konnte ich bei meinen Tauchgaengen meine Wasserdichte Taschenlampe gut gebrauchen. Das Wasser war herrlich klarr. Aber das beste kam ja noch, zwei weitere Hoelen konnten von der ersten Hoehle nur via Eingang unter der Wasseroberflaeche betreten, aehm betaucht werden. Bei der Ersten Hoele tauchte ich etwas frueh auf, was eine schoene Beule auf dem Hinterkopf gab! In diesen Hoehlen zu schwimmen und zu tauchen war ein einmaliges Erlebnis. Man konnte in den Hoelen unter den Felsen durchtauchen wenn man wie ich eine Lampe dabei hatte. Aber Vorsicht, nicht ueberall wo du nach oben tauchen konntest war auch eine Luftblase! Der Hoehlenausflug war wirklich super. Zudem war er auch guenstig, da fuer 20 F$ auch das Nachmittagsprogramm dabei war.
Da gingen wir mit dem Boot auf die Insel Nanuya Lailai die gleich neben Tavewa liegt. Ich bin mir fast sicher, dass Du diese Insel auch von irgendwo her kennst! Nein, studiere jetzt nicht an dem richtigen Namen rum. Aber sagt dir Brooke Shilds und Blaue Lagune etwas? Richtig, ich genoss die herrliche original Blue Lagoon aus dem gleichnamigen Film mit Brook Shilds von 1980. Das Schnorchlen dort war herrlich, noch nie zuvor sah ich so schoene Korallen und soviele Fiscche auf meiner Reise!
Was natuerlich auch nicht zu vergessen ist: Wie es sich fuer einen guten Reiseagenten gehoert, hat Philip waerend unserem Aufenthalt persoenlich nach unseren Wohlbefinden per Telefon (Solarzellen) gefragt! |
| Rotuma, The hidden Paradise oder Moskito City (26.11.99-2.12.99) |
Wieder zurueck auf Viti Levu, der Hauptinsel von Fidschi besuchten wir wieder unseren Top Reiseagenten Philip. Es ging um den weiteren Aufenthalt in Fidschi. Meiner waere zwar abgelaufen, aber ich habe dann den Flug nach Neuseeland verschoben. Denn nach einer weiteren etwa dreistuendigen "Sitzung" mit Philip, Kerstin und Tino, beschloss ich mit den Deutschen auch Rotuma zu erforschen. Da im Monat nur gerade ein Schiff Rotuma anlaufft, waren wir auf das Flugzeug angewiesen das zweimal die Woche fliegt. Den Offiziellen Flugpreis von 356 F$ nach Prospekt, konnte Philip in 275 F$ fuer "local" aushandeln. Auch erhoehte er fuer uns per Telefon die Gepaecklimite von 15 Kg auf 20 Kg! Die Preise Verstehen sich einfach, daher rissen die 550 F$ nur fuer den Flug ein rechtes Loch in die Reisekasse.
Aber wann werde ich wieder einmal die Gelegenheit haben an einen Ort zu reisen wo sie keinen Tourismus kennen? Daher die Zusage zu Rotuma.
Die Reise im kleinen 26 Plaetzigen Flugzeug war schon ein spezielles Erlebnis. Beim Einchecken musste jeder der 12 Passagiere mit Handgepaeck auf die Waage stehen, das das Flugzeug auch ganz sicher nicht Ueberladen wurde. Denn es transportierte noch viel Fracht wie Autopneus, Spaten,Auspuffanlagen etc. die dann spaeter in Rotuma von den neuen Besitzern ersehnt erwartet freudig entgegen genommen wurden. Natuerlich kam auch Philip extra auf den Flughafen um uns Adieu su sagen.
Das Flugzeug und der ganze Flug war schon was ganz spezielles, so dass ich locker zwei Seiten damit in meinem Tagebuch fuellte. Sehr speziell war, das wir direkten Sichtkontakt zum Cokpit hatten. Pilot wie auch Co-pilot war immer unter Aufsicht wenn sie Kaffee tranken oder Zeitung liesten. Aber sie taten Ihren Job gut. Selbst die Landung auf der Graspiste von Rotuma war so sammtweich wie die Zwischenlandung auf der Betonpiste von Nausori (Viti Levu).
Waehrend das Flugzeug zu senem "Parkplatz" rollte, hatten wir zeit um all die vielen Leute zu studieren, die sich am Flughafengebaeude versammelt hatten. Das Flughafengabaeude ist einem kleinen Zugsbahnhof aehnlich, ausser das da soetwas wie ein Tower aufgesetzt ist. Eine von all den Versammelten Leuten muss die Tante von Philip sein, welche ist es wohl?
Die Tante wird uns schon aus den 12 Passagieren herauskennen, denn die anderen waren alles einheimische. Prompt kam uns auch nach dem aussteigen des Flugzeuges eine freundlich lachende Frau mit einem Faecher in der Hand entgegen und sagte etwas von Philip. Da wussten wir dass wir am richtigen Ort waren. Die Frau stellte sich als Maria und ihren Mann als Fiu vor. Maria und Fiu waren von der ersten sekunde an sehr freundlich und hilfsbereit, was uns den Start auf Rotuma sehr erleichterte. Die Temperatur und die Schwuele auf rotuma schien mich schier zu erdruecken.
Tony, der Mann der im "Tower" arbeitet brachte uns nsch getaner Arbeit mit seinem Kleinlaster nach Hause zur Gastfamilie. Die Strassen auf Rotuma sind groesstenteils unbefestigt. Wenn sie befestigt sind, ist das jeweils nur ein Betonstreifen im Bereich der Raeder. Dafuer fuehren die Strassen durch eine Herrliche Gegend mit exotischen Pflanzen und vorbei an herrlichen Buchten mit wunderschoenen Straenden. Da wusste ich, warum Rotuma "The hidden Paradise" (Das versteckte Paradies) genannt wird. Das mit den Moskitos wusste ich da noch nicht!
Bei der Gastfamilie angekommen, wurden wir gleich in das Wohnzimmer gebeten. Dort gab es auf einem kleinen Tischchen in der Mitte des Raumes frische Ananas und Melonen. Diese Erfrischung genossen wir natuerlich alle, gemuetlich im schneidersitz am Boden sitzend. Unsere Gastfamilie besteht aus den Eltern und neun Kindern. Von den Kindern leben aber nur noch fuenf hier zuhause. Jedoch hat die aelteste Tochter die auch hier lebt schon selber drei Kinder, deren Vater auf der Hauptinsel in Viti Levu lebt und arbeitet. So leben hier 10 Familienangehoerige. Im einzigen (wirklichen) Nachbarhaus lebt dazu ein weiterer Sohn mit Familie. Hier in Rotuma ist das Leben schon ganz anderst als auf der Hauptinsel, alles geht nochmals einwenig bescheidener und gemaechlicher. Erwerbsmoeglichkeiten gibt es hier nur wenige, daher sind hier alle die hier wohnen quasi Selbstversorger. Das ist jedoch das schoene an der Insel, viele Fruechte und auch etwas Gemuese waechst hier im Ueberfluss.Dazu haben alle irgendwelche Tiere wie Ziegen, Kuehe, Schweine oder mindestens frei herum laufende Huener sowie einen oder mehrere Haehne. Seit ich in der Suedsee bin hoere ich auf jeder Insel den ganzen Tag Haehne schreien, was mich nicht weiter stoert.Aaber Tino hat damit so seine Probleme, vorallem frueh Morgens vor seinem Zelt. Uebrigens isst unsere Gastfamilie ihre eigenen Huener nicht, da sie nicht schmecken sollen. Da die Huehner keinen Stall haben, legen sie ihre Eier immer anderswo im Busch, daher werden auch die Eier nicht gebraucht. Fragt mich jetzt nicht warum sie dann Huener haben, das habe ich mich auch schon gefragt!
Einer "richtigen" Arbeit geht von der ganzen Gastfamilie nur der 21 Jaehrige sohn nach, der in dem kleinen Laden auf der Insel arbeitet. Die 47 jaerige Mutter arbeitet als Hausfrau, wird dabei jedoch von den Kindern Tatkraeftig und ohne Auffordern und Murren unterstuetzt! Der 53 jaehrige Vater geht der Copra gewinnung nach. Copra nennt man das getrocknete Kokosnussfleisch. Fuer ein Kilogramm copra gibt es ca. 0.6 F$, was wenn man die Arbeit anschaut sehr wenig ist.
Das Haus der Gastfamilie haben sie 1996 mehr oder weniger selbst gebaut und kostete sie 6500 F$. Es ist ein einstoeckiges Holzgebaeude mit einem Blechdach. Es besteht aus zwei relativ kleinen Schlafzimmern, einem Wohnzimmer sowie einer Kueche. Tueren gibt es nur an der Aussenfassade, im Gebaeudeinnern haben sie dazu Vorhaenge. Das Haus besitzt Kipp-Glasfenster sowie Mueckengitter, was hier noch lange nicht alle Haeuser haben. Am Wohnteil angebdaut ist die Waschkueche, bestehend aus einem Waschtrog. Daneben ist je ein kleiner Raum fuer Dusche und Toilette, die beide eine Tuere besitzen. Diejenige von der Dusche ist sogar mit einem kleinen Riegel von innen abschliessbar! Das Wasser bezieht man neuerdings von Grundwasserpumpen und nicht mehr von Regenzisternen. Natuerlich gibt es auch nur hier kaltes Wasser, aber bei den Temperaturen in Rotuma vermisst man das warme wasser hoechstens beim Abwaschen oder Waeschewaschen.
Radio ist hier nur ein einziger Sender und dazu sehr schlecht zu empfangen. Die, die es sich leisten koennen haben hier einen Fernseher sowie ein Videogeraet, denn ueber die Antenne waere sowiso nichts zu empfangen. Auch unsere Gastfamilie besitzt dies. Hier Laeuft man aber nicht Gefahr zuviel Zeit mit dem Fernseher zu verbringen. Denn Strom gibt es auf der Insel nur morgens um 5 Uhr bis 9 Uhr,sowie von 12 Uhr bis 14 Uhr und Abends um 19 Uhr bis 22.30 Uhr.
Daher stehen in der Kueche auch zwei Kerosin-Kocher und kein elektrischer Herd. Das einzige Elektrische in der Kueche ist ausser dem Licht ohnehin nur die Tiefkuehltruhe, die mit den vielen Stromaussetzern die Funktion eines Kuehlschrankes erfuellt! Wie das ganze Haus ist auch die Einrichtung sehr einfach gehalten. Natuerlich teilt man so ein Haus in diesen Gebieten zusammen mit Kakerlaken, Ameisen, Eidechsen und vielem anderem Getier, was sich hier jedoch zu meinem Ueberraschen auf ein ganz ertraegliches Mas reduziert!
Etwas anders sieht es nachts auf der Toilette aus. Wuerde man dann mit einem Walholz den Waenden entlang rollen, haette man im nu eine Tapete mit dem Muster von dutzenden zerdrueckter Monster-Kakerlaken!
In einem kleinen Buro (eine art Strohhaus) neben dem Hauptgebaeude lebt die aelteste Tochter mit ihren drei Kindern.
Uns drei Gaesten wurde das Benuetzen der Schlafzimmer angeboten. Dann haette wohl fast die ganze Familie im Wohnzimmer schlafen muessen, wie das die Eltern der Gastfamilie jetzt schon machen.
Wir benutzten unsere Zelte, den frieren musste man in Rotuma wahrlich nicht.
Natuerlich erkundeten wir die ganze 14 Km lange und zwischen 6 Km und wenigen 100 m breiten Insel. Wir sahen so einiges dabei, traumhafte Landschaften, aber auch viele einheimische mit denen man leicht in Kontakt kam. Fuer die Kinder der Insel war man manchmal sowas wie eine Attraktion, da sie teilweise nie vorher Leute wie uns sahen.
Es war schoen und sehr interesant so Hautnah eine andere Kultur und auch Lebenseinstellung der unseren kennen zulernen. Dazu gehoert natuerlich auch das ungewohnte essen. All das was ich in Rotuma so sah und erlebte wuerde den Rahmen dieser Page sprengen, daher kozentrierte ich mich auf das Beschreiben der Behausung, was jedoch schon viel ueber das Leben auf Rotuma aussagt.
Ach ja, die Moskitos bin ich Euch noch schuldig!
Trotz Mueckenspray war ich ein sehr begehrtes Ziel fuer Angriffe der Moskitos. Irgendwie glaubte ich, es sei nicht so schlimm. Erst als sich einige haessliche Beulen an Beinen und Fuessen bildeten realisierte ich wie schlecht ich die Stiche ertrage. Von da an lief ich trotz Hitze nur noch in langen Hosen und Socken rum. Aber es war bereits zu spaet. Ettliche der haesslichen Beulen sprangen auf und begannen zu eitern. Seit da Pflege ich meine Beine und Fuesse so gut es geht. (Zugegeben, manchmal sind andere Sachen noch etwas wichtiger und ich vernachlaessige sie) Das Problem ist, dass ich weder die Wanderschuhe noch die Sandalen richtig tragen kann und ich etwas eingeschraenkt beim laufen bin. Aber jetzt in Neuseeland bei einem "normalen" Klima hoffe ich auf baldige Besserung.
Kurz vor Ende des Rotuma Aufenthaltes realisierte ich noch ein anderes Phaenomen. Ich fuehlte mich so schwach und kaputt. Ich hatte einfach keine Kraft mehr und alle Glieder schmerzten mir. Wenn ich vom Boden aufstand wurde es mir oefters schwarz vor den Augen. Mich schien schier nur der Gedanke an Neuseeland am Leben zu erhalten. Ich fing schon fast an die Insel zu verfluchen. |
Da fing ich mich ernsthaft zu fragen, war es etwa Dengue-Fieber? Nein, das glaubte ich nicht. Essen tu ich doch auchg genug. Aber trinken koennte das Problem sein! Ich schwitze hier 24 Stunden, verspuehre jedoch quasi nie Durst! Ich Esse Fruechte wie Ananas und Melonen, aber trinken tu ich selten. Dementsprechend selten muss ich die Toilette. So startet ich eine "Trinkkur" (natuerlich nur Wasser!). Diese "Therapie" schlug auch voll an, und die Inselfreide kam wieder retour.
Dass Philip zweimal in Rarotonga angerufen hat ist ja logisch, ebenso dass er uns am Flughafen abholte als wir von Rotuma zurueckkehrten!
Zusammen mit Philip unternahmen wir auch so einiges in der Stadt. So liess ich mir mal wieder guenstig die Haare schneiden.
Auch meinen letzten Tag in Fidschi verbrachte ich mit Philip der da seinen freien Tag hatte. Kerstin und Tino Waren da wieder alleine unterwegs. Meine letzte Uebernachtung war dann bei der 8 Koepfigen Familie von Philip, was auch wieder viele Eindruecke brachte. Das Wohnen bei einer Familie ist eben anderst als in einer Herberge! |
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