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Cook Inseln |
| Insel Rarotonga |
| Trauminsel? |
Bis jetzt für mich schon! Aber schon bald geht der Traum für mich in Erfüllung. Ob es danach für mich noch immer eine Trauminsel ist?
Du wirst es erfahren! Schau einfach später wieder mal vorbei. |
| Leben mit dem Kokosnusskoenig! |
Kia orana (Hallo). Ja, Rarotonga ist definitiv eine Trauminsel. Das schreibe ich nicht nur um euch etwas eifersuechtig zu machen, nein es ist wirklich wahr. Aber die Cook's Inseln bieten mehr als nur Rarotonga, wie auch schon Franzoesisch Polynesien mehr als nur Tahiti und Moorea zu bieten hatte. Da sind x-andere Inseln und Inselchen. Bora Bora auf Tahiti haette mich auch sehr gereizt, aber da ist jeweils das Problem mit dem dem Geld und der Zeit. Genau dieses Problem hielt mich hier auf den Cook's Inseln in Rarotonga zurueck. Ich waere naemlich so gerne nach Aitutaki geflogen. Was?! Du kennst Aitutaki nicht? Ich kann nur soviel sagen, es ist eine wunderschoene Insel. Zwar ohne Berge, aber dafuer mit einem riesiegen schoenen Korallenriff, das von stahlblauem Wasser ueberdeckt und selbst von unzaehligen kleinen Inseln umgeben ist.
Aber eben du kannst nicht alles haben! Wenn du jede Insel hier im Pazifik abklappern moechtest ist das schon fast eine Lebensaufgabe!
Am Samstag dem 13.11.99 kam ich mit dem Flugzeug um 8.12 Uhr in Cook Island auf der Insel Rarotonga an. Das Wetteer war ausgezeicnet und die Gegend die ich sah als ich das Flugzeug verliess gefiel mir auch. Jedoch der Empfang mit nur einem einzigen Musiker, der auf einer besseren Bontempi-Orgel spielte, kam nicht an Tahiti an. Rarotonga ist 6.7 Quadratkilometer gross und hat einen Umfang von 32 Kilometern. Der hoechste Berg ist der Te Manga, mit seinen jetzigen 653 Metern nur noch ein Teil dessen was er bei seinem Vulkanausbruch vor 2 Mio Jahren war. Rund 9'000 Menschen leben auf der wunderschoenen insel. Zusammen mit Prepsi, ein Ungare den ich schon von Moorea her kenne, (und dem ich auch das Ausrufen meines Namens am Flughafen in Tahiti zu verdanken habe!!) machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Da waren einige Anbieter von Unterkuenften auch am Flughafen erschienen und probierten ihr Angebot den Neuankoemmlingen schmakhaft zu machen. Prepsi und ich entschieden uns fuer die guenstigste zu 13 NZ$ (Neuseeland $).
In seiner Unterkunft angekommen, viel mir als erstes ein handgemaltes Bild auf. Es zeigte einen Mann die Palme Hochklettern. Dazu stand: Piri Puruto III, The Coconutking of Cook Island (Piri Puruto III, Der Kokosnusskoenig der Cook Inseln). Den Namen Piri Puruto III kannte ich von meinem Reisefuehrer, er stand unter der Ueberschrift: "ACHTUNG!". So fragte ich mal was es mit dem Bild auf sich habe, worauf mir gesagt wurde dass dies der Besitzer des Hauses ist! Mir war ja schon aufgefallen, das der Vermieter eine etwas spezielle Person ist, aber nicht so wie im Reisebuch umschrieben. In dem Buch von 1994 (Es war wirklich kein neueres aufzutreiben!) stand das sich Piri Puruto III am Flughafen den Ankommenden etwas aufdraengt (nicht ganz unrecht) und mit gratis Rundfahrten und Polynesischen Massagen vor allem bei den weiblichen Besuchern negativ aufgefallen war. Die Massagen macht er inzwischen nicht mehr, und auch sonst machte er nicht einen so schlechten Eindruck auf mich wie im Buch beschrieben. Jedenfalls hat sich diesbezueglich niemand der Gaeste beklagt, auch nicht die weiblichen.
13 NZ$ ist nicht viel fuer ein Bett in einem Massenschlag sowie Kuechen- und Badezimmerbenutzung. Aber dafuer musste man hier andere Sachen halt in Kauf nehmen. Das Essen im Schrank teiltest du manchmal mit Ameisen, Geckos und Kakerlaken; ebenso natuerlich auch das Bett oder die Dusche. Aber das war alles nicht wirklich neu fuer mich. man gewoehnt sich an alles. Wenn jemand mit Sachen wie diesen Probleme hat muss sowieso nicht so probieren die Welt zu entdecken wie ich es gerade mache, der muss halt eine spur tiefer in den "Sack" greifen.
Speziell hier wurde mir bewusst wie kurz 7 Monate sind, wie ich fuer meine Reise zur Verfuegung habe. Wie in jeder Unterkunft kommt man mit schnell mit allen Backpackern ins Gespraech. Die Standartfragen sind jeweils Nationalitaet, letztes Reiseland, naechstes Reiseland, Route sowie gesammte Reisezeit. mit meinen sieben Monaten Reisezeit bin ich jeweils ein Kurzreisender, da das Mittel so bei einem bis zwei Jahren liegt. In den Staaten traff man ja noch viele die "nur" fuer ein paar Wochen in den Ferien sind, aber hier in der Suedsee scheint es das fast nicht zu geben, jedenfalls nicht unter den Backpackern (Rucksackreisenden).
Mir gefielen die Leute die bei Piri einquartiert waren, aber auch Piri selbst, wenn doch er eine etwas spezielle Person ist. So beschloss ich das Quartier nicht zu wechseln. Schliesslich ist die Insel ja so klein dass es kein Problem ist ueberall hinzureisen.
Da die Fahrraeder hier relativ guestig zu mieten sind hab ich mir eins fuer die ganze Zeit auf der Insel gemietet. So war ich unabhaengig von Bus und den launigen Automobilisten beim Hitchhiking. Nur hatte ich manchmal so meine Probleme mit den Strassenseite. Da ja die Englaender unbedingt als erste hierher kommen mussten wird hier links gefahren. Fast gefaehrlicher ist noch das Ueberqueren der Strasse zu Fuss. Du kommst aus den Bueschen auf die Strasse und schaust ob nichts kommt waehrend du die Fahrbahn betrittst und schaust dann auf die andere Seite. Nur Leider sollte man hier zuerst nach rechts und dann nach links schauen. Aber es ist gar nicht so leicht etwas das man 27 Jahre lang machte ploetzlich "verkehrt" zu machen.
Zu Fuss durchquerte ich die Insel, was ein einmaliges Erlebnis war. Die Vegetation hier ist nicht mit der Schweiz zu vergleichen, es ist buchstaeblich eine andere Welt. Besonders interesannt war der Weg, ein Pfad der in so einigen Sackgassen endete. Er fuehrte durch mannshohes Grass, ueber und unter sowie zwischen quer liegende Baeume, hunderte von Metern fuehrte er ueber so dichte Wurzeln dass du nie in die Erde treten konntest, entlang von herrlichen Baechen und und und.
Natuerlich waren die Straende auch nicht ohne. Gut, es ist hier nicht wie in Rimini oder Malorca. Aber wenn du halt kilometerweite weisse Sandstraende mit Palmen und einem hellblau leuchtenden Meer nicht magst, kommst du auch besser nicht hierher. An der Muri-Beach gab es herrliche Korallen und Fische in allen Farben.
Was ich natuerlich schon jetzt vermisse sind all die Fruechte die in der Suedsee so wachsen. Das gab jeweils ein herrliches Fruehstueck sowie eine gute Erfrischung durch den Tag.
Nicht zu vergessen sind die Sonnenuntergaenge, die Abends nach einem wunderschoenem Tag demselben noch die Krone aufzusetzen schienen.
Etwas das ich jedoch nie vergessen werde war die Show mit Kochen im Umu unseres Gastgebers. Als Mieter seiner Unterkunft konnte ich zu einem vorzugapreis daran Teilnehmen. Ein Umu ist ein Erdofen wie er frueher von den Eingeborenen zum Kochen verwendet wurde. Er ist unter verschiedenen Namen (z.B. Lovo) auch an anderen Orten wie Fidschi oder Neuseeland bekannt. Das Prinzip ist einfach, auf einem Feuer werden Steine heiss gemacht. Wenn das Feuer niedergebrannt ist werden auf einer Schutzschicht von Blaetern Esswaren gekocht die wiederum mit Blaetern gedeckt sind. Im Detail ist es natuerlich eine spur komplizierter, es gibt vieles auf das man achten muss. Es war jedoch en Erlebniss alles selber zuzubereiten. sogar die Essschalen haben wir aus Palmblaetern selbst geflochten. Piri erwies sich bei seinen Erklaerungen auch als guter Unterhalter. Das Essen aus dem Umu (Fisch, Fleisch, Poulet, Taro, Suesskartoffeln und vieles mehr schmeckte vorzueglich. Wahrend das Essen im Umu garte, zeigte Piri seine Show. Nur mit dem natuerlichem Hilfsmittel eines Strickes aus Baumrinde, kletterte der fast 59 jaehrige im Tempo des gehetzten Affen eine hohe Kokospalme hoch. Dessen nicht genug machte er auf der Spitze auch noch Akrobatik. Danach weihte uns Piri noch in das Geheimnis des Feuermachens ein. Mit Hilfe von zwei Stueck holz und der Schale einer Kokosnuss machte er innert kuerzester Zeit ein Feuer. (Die Kokosnussschale ist uebrigens nicht die, die Du wahrscheindlich meinst. Die Schale die ich meine ist bei den Kokosnuessen die man in der Schweiz kaufen kann gar nicht mehr dran.)
Ja, die Zeit auf Rarotonga war schoen, auch hat mir da das Klima gut zugesagt. Es war zwar schoen warm, aber nicht allzu schwuel. Auch wurde es in der Nacht etwas kuehler.
Aber schon am Donnerstag den 18.11.99 um 22 Uhr war ich wieder Abflugbereit. Da jedoch die Air New Zealand wegen eines Triebwerk Problems schon gar nicht erst erschien, verbrachte ich eine weitere Nacht auf kosten der Airline auf der Insel. Natuerlich nicht mehr bei Piri, sondern bei einem relativ guten Hotel. Aber die einte Nacht war fuer mich schon genug, um herauszufinden dass ich im Hotelzimmer nicht gluecklich werde. So verbrachte ich einen mehr oder weniger verlohrenen Tag auf Rarotonga bis am Freitag gegen 18 Uhr das Fllugzeug die Insel verliess. |
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