Home
Wettbewerb
Frachtschiffreise
Amerika
Amerika II
Kanada
Mexico
Franz Polynesien
Cook Inseln
Fiji Inseln
Neuseeland
Neuseeland II
Australien
Australien II
Australien III
Malaysia
|
 |
Australien III |
| Die Oestlichen zwei Drittel |
Parachilna, Population 7 (13.3.00 - 16.3.00)
Mit der Moeglichkeit, nochmals Wein zu probieren, verliessen wir das Barossa Valley. Aber wir waren uns alle einer Meinung, genug des Weines.
Mit Schwimmstop bei einem weiteren Waterhole, hielten wir Einzug in die Flinders Ranges. Um die Zeit auf der langen Busfahrt etwas zu verkuerzen, spielten wir Wissensspiele im Bus. Auf diese weise zogen wir unterhaltsam den Bergen der Flinders Ranges entgegen.
Die Flinders Ranges ist ein Gebirgszug, der sich von Port Augusta bis ca 800 km noerdlich ins Suedaustralische Outback hinein fuehrt. In der einzigartigen Landschaft wechseln tiefe Schluchten mit breiten Flussbetten und schroffen Felsen. Manche Erhebungen erreichen Hoehen von ueber 1'100 Meter.
Natuerlich fuhren wir mal wieder nicht auf den geteerten Strassen, sondern suchten uns unseren Weg ueber Schotterpisten abseits der Hauptstrassen. Dabei sichteten wir Kanguruhs, Emus, Wallabys und einen Lizzard.
Dann wieder auf einer geteerten Strasse ging es ins herz des nichts. Hier war unsere Uebernachtungsstelle, in einer Ortschaft die eigentlich nur aus einem Hotel besteht und sich Parachilna nennt.
Ich hatte hier eigentlich eingeplant einige Tage zu bleiben, aber als ich dann da war, war ich mir der Sache nicht mehr so sicher!
Trotzdem entschloss ich mich dazu zu bleiben, aber ich hatte wirklich keine Ahnung was ich hier die naechsten paar Tage machen soll.
So Verabschiedete ich mich Tags darauf von Duck und seinen Passagieren und blieb zusammen mit Lindsay (USA) und Robin (CAN) in diesem Parachilna. Als erstes zog ich in ein kleines aber feines Einerzimmer im Baraggenlager um. Bei der Erkundigung nach einer kleinen Arbeit bekam ich leider einen negativen Entscheid. Trotzdem stand ich schon am Abend in der Hotelkueche und war fuer den Abwasch zustaendig!
Das toent jetzt vielleicht etwas komisch, aber es hat mit gefallen. Fuer die Entloehnung musste ich die Arbeit ja nicht machen (Unterkunft und Essen), aber so kam man viel eher in Kontakt mit all den Leuten hier. Zudem ist es noch ganz intertesannt in einer Hotelkueche zu Arbeiten, jedenfalls wenn es nicht fuer immer ist.
Den Ersten Tag verbrachte ich mit dem Nachfuehren des Buerokrames (Tagebuch, Kassabuch, Resevationen und Buchungen, Karten und Buecher studieren, etc.) und einer Erkundungstour durch Parachilna.
Parachilna hat eine ofizielle Population von 5-7 Personen (Niemand weis es so ganz genau!). Trotzdem gibt es hier mehr zu sehen als man denkt.
Ganz modern steht hier etwas Abseits ein hoher Antennenmasten fuer Mobilfunk. Desweiteren ist hier ein Baraggenlagenlager, was die Population des Ortes innert Minuten locker verzehnfachen kann. Ein Swimmingpool bietet eine Willkommene Abkuehlung von der bruetenden Sonne und ermoeglicht eine Art der Flucht von den tausenden von Fliegen, zumindest wenn man gerade taucht! Ein altes Schulhaus zeugt von (wahrscheindlich) populationsreicheren Zeiten. Ein Wasserbehaelter auf Stelzen an der Bahnlinie ist noch aus der Zeit der guten alten Dampflocks, ein alter unbenutzter Bahnhof (sieht jedenfalls so aus) steht auch da, eine oeffentliche Telefonzelle ermoeglicht Kontakt mit aller Welt, die Tankstelle loescht den Durst der Fahrzeuge,ein riesieger Generator sorgt fuer 24 Stunden Stromversorgung der Gemeinde, und dann ist da noch das Herz von Parachilna, Das Prairie Hotel.
Dieses Pub mit Hotel steht seit 1837 hier und ist sehr bekannt fuer sein gutes Essen. (Die Kamelwuerste und das Kaengeruh habe ich selbt probiert, zu empfehlen!)
Eine andere Atraktion die ich natuerlich auch nicht vergessen darf, ist der Kohlezug der zweimal hier durch donnert. Er besteht aus drei Dieselloks und unzaehligen Wagen. Seine Laenge ist 2800 Meter und er wiegt 14'218 Tonnen wenn beladen. Jeder echte Parachilna Besucher sollte die Durchfahrt wenigstens einmal gesehen haben!
So nach meinem ersten ganzen Tag in Parachilna wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war hier zu bleibem. Mal was anderes.
Die Leute vom Prairie Hotel ermoeglichten uns (Lindsay, Robin und mir) auch transporte an verschiedene Orte. So machten wir in den Gebirgen der Flinders Ranges eine schoene Wanderung durch herrliche Landschaft. Trotz der anscheinenden kargheit hat die Gegend Blumen in allen Farben zu bieten, man muss sie nur sehen. Auch gut achten musste man auf die Kaenguruhs, manchmal erkannte man sie erst wenn man schon fast in sie lief. Erstaunlicherweise rannte, oder besser huepften, die Kaenguruhs nur selten weg, beobachteten uns jedoch immer ganz genau. Nicht zu uebersehen waren die schroffen schoenen Felsen und natuerlich auch die Fliegen.
Die Fliegen sind in dieser Geged wirklich eine richtige Plage. Am liebsten sind sie im Gesicht so um den Mund und die Augen, auf der Suche nach Feuchtigkeit. Aber auchg die Ohren sind ein beliebter punkt fuer sie. Wie auch immer, mit der Zeit gewoehnt man sich etwas an das gekrable auf dem Gesicht und laesst sie, solange sie nicht in dem Augen sind.
Zueruck vom Marsch, organisierte ich mir dann jedoch trotzdem ein Fliegennetz fuer den Kopf.
Die schoenste Zeit ist der Abend, wenn ein farbenpraechtiger Sonnenuntergang zu bestaunen ist und die Fliegen schlafen gehen. In der angenehmen kuehle des Abends drausen vor dem pub zu sitzen gehoert sicherlich zu den unvergesslichen Momenten in Parachilna.
Etwas geaergert habe ich mich nur, dass ich nicht frueher die Thailandische Filmcrew, die hier einquartiert war, nach ihrer genauen Arbeit gefragt habe. Ich haette naemlich die Moeglichkeit gehabt, mit ihnen zu den Dreharbeiten fuer den Mitsubishi Werbespot einen Tag mit gehen zu koennen. Aber was solls, Parachilna war ja schon aufregend genug...!
Quorn, Kulturfahrt (17.3.00)
Nach einem etwas wehmuetigen Abschied von Parachilna und seiner Crew stieg ich wieder in den Bus. Heutiges Tagesziel war Quorn.
Auf der Fahrt durch die Flinders Ranges nach Quorn machten wir so einige kurze Wanderungen unter der Heissen Sonne, immer begleitet von tausenden von Fliegen. Es war heute sowas wie ein Kulturtag, an verschiedenen Orten besichtigten wir alte Felsenmalereien von Aborigines. Bei den Yourambulla Caves besichtigten wir jedoch nur die erste der drei Hoehlen, welche eher ein Felsvorsprung war. Der Grund dafuer war irgendwie noch ganz witzig. Die erste Hoehle ist fuer die Gemeindschaft, die zweite und dritte ist jedoch eine Frauen- oder Maennerhoehle. Nur weis niemand mehr welche die Maenner- und welche die Frauenhoehle ist. In Ruecksichtnahme auf die Aborigines Kultur liesen wir daher diese Besichtigung aus, wir wussten ja nicht wer wo rein darf!
Cooper Pedy, Endzeitstimmung (18.3.00)
Von Quorn ging es nach Port Augusta, wo wir das letzte mal fuer lange Zeit das Meer sahen. jetzt ging es naemlich definitiv ins Innland.
Wir bogen auf den Stuart Higway ein welcher vo Port Augusta bis nach Darwin fuehrt. Seit 1978 ist das Teilstueck bis nach Darwin geteert, und verlor damit etwas von seinem Schrecken. Immerhin misst diese Teilstueck 1224 Kilometer!
Auf dem Stuart Highway besteht kein Tempolimit, aber die kleinen Busse schafften eh nicht mehr als so um die 110 Sachen.
Der Stuart Highway ist auch die Heimat der Road-Trains, der Strassenzuege. Dies sind Lastwagen mit drei bis vier Anhaenger. Die maechtigen Gefaehrte haben laengen von mehr als 70 Metern und weisen mehr als hundert Raeder auf. Ganz schoen Imposannt! Um auf Topspeed zu kommen braucht so ein Laster natuerlich einige Zeit. Ebenso braucht er so seine Zeit um Bremsen zu koennen. Daher kommt man einem Roadtrain am besten nie in die Quere, denn man wird gegen die maechtige Bullbar in Front des Lasters eh keine Chance haben...
Entlich war ich im richtigen vielbesagten und dementsprechend beruehmten Outback von Australien, ein riesiger Landstrich in dem nur gerade 1% der Gesammtbevoelkerung von Australien lebt.
Die Stops auf dem langen Weg nahc Coober Pedy waren vor allem bei sogenannten Road Houses, was jeweils eine Tanmkstelle mit Pub oder Restaurant ist.
Woomera war auch so ein Roadhouse Stop. Woomera wurde 1947 als ergaenzung zur gleichnamigen Racketenbasis gegruendet. Die Kleinstadt mit 1700 Einwohner, war aus Gruenden der Geheimhaltung lange Zeit unzugaenglich. 1982 wurde jedoch Woomera, wo mehr Amerikaner als Australier leben, bis auf die Ausnahmen des Raketen Testgelaendes und des Weltalls Beobachtungszentrums fuer jedermann zugaenglich gemacht.
Hier experimentierte auch die britische E.L.D.O (Europa Launcher Development Organisation) zwischen 1964 und 1970, sowie die amerikanische NASA zwischen 1960 und 1972.
Ziemlich unruehmlich ist was die Briten von 1952 bis1967 hier machten. Sie liessen die ahnungslosen Tjarutja Aborigines, ohne Wissen der Oeffentlichkeit natuerlich, durch Atombomben verseuchtes Land ziehen. Nachdem sie als "Versuchskaninchen" fuer die Testaktion gedient hatten, wurden sie dann in ein Reservat umgesiedelt!
Von Woomera aus wurden auch zwei Sateliten in den Weltraum geschossen.
Die vermeintlich flache Gegend ueberraschte mich mit kleinen Huegeln. Auch hatte es so einige Salzseen am Weg.
Beim Lake Hart, etwa der groesste Salzsee der Region, machten wir einen Stop.Hier betrat ich das erste mal so richtig schoenen roten feinen Sand. Ich genoss es auf dem roten Sand des Outbacks zu stehen, den Blick in die Weite des mit Grasbuescheln und Bueschen versetzte rote Prairie des Outbacks. Ueber Dir die bruetend heisse Sonne und in Dir das Gluecksgefuehl, das alles selber vor Ort erleben zu duerfen!
180 Grad gedreht, und das Endlose Rot wechselte die Farbe auf weiss. Die Schoenheit eines riesigen ausgetrockneten Salzsees (Meer), von dem nur noch die topfebene Oberflaeche de Salzkruste uebrig geblieben ist. Auch ohne Jesus zu heissen, konnte ich mal auf der Oberflaeche eines Sees spazieren gehen!
Das waren so etwa die Highlights auf dem langen Weg nach Coober Pedy, wo wir gegen Abend Einzug hielten.
Als 1915 hier in der Wueste Opale gefunden wurden, war dies die Geburtsstunde von Coober Pedy, was in der Sprache der hiesigen Aborigines soviel wie "weisser Mann im Loch" heisst. Loecher hat es hier wirlich wahrlich genug. Es sollen so ueber 240'000 offene unzugeschuettete Schaechte in der Gegend von Coober Pedy zu finden sein. Daher ist das Spazieren auf den Opalfeldern auch sehr gefaehrlich. Faellt man in eines der rund 60 cm im Durchmesser messenden Loecher die bis 30 Meter tief sind, braucht man das grab nur noch zu zuschuetten, wenn man ueberhaupt je gefunden wird!
Die Stadt erlebt ein staendiges Kommen und Gehen, die bevoelkerungszahl schwankte zwischen 11 (Weihnacht 1960) bis ca. 5'000 Einwohner. Momentan sind ca. 3'000 Leute aus mehr als 42 Nationen hier ansaessig. Die Bevoelkerungszahl schwankt mit dem Opalpreis auf dem Weltmarkt.
95% aller Opale auf dem Weltmarkt kommen Australien, davon 80% aus Coober Pedy. So sind als die meisten Opale von dieser Stadt.
Die Wasserversorgung ist hier auch nicht ganz einfach, immerhin ist ja Australien der trockneste Kontinent der Erde, und South Australia (wo Coober Pedy liegt) der trockneste Staat von Australien. Im Sommer ist die Tages Durchschnittstemperatur 38 Grad Celsius, daher befinden sich viele Behausungen im Erdinnern, in sogenannten Dugouts. Dugouts sind nichts anderes als in Huegel oder Boden geschlagene Hoehlen. Diese bieten eine angenehme konstante Raumtemperatur durch das ganze Jahr. Die Kosten fuer Klimaanlage und Heizung entfallen, dafuer ist man auf kuenstliches Licht angewiesen. Die Dugouts sind durchaus schoen eingerichtet und bieten jeglichen Komfort der jedes andere haus auch bietet.
Unsere Basckpacker Unterkunft war 6 Meter unter der Erde, die Decke, Wasende und Boden oft der Rohe versiegelte Fels, welches ganz schoen anzusehen war.
Im Moment erweitert gerade das Experience Motel hier seine Raeumlichkeiten, im Untergrund natuerlich. Dabei sind sie noch nebenbei auf Opale im Wert von 300'000 $ gestossen...!
Nicht genug mit dem 240'000 Bohrloechern, ist hier auch ein 18 Loch Golfanlage des Golfclubs. Wohl eher ein Gag ist da das Schild das wir sichteten: "Rasen Betreten verboten". Aber den einzigen Rasen den ich in ganz Coober Pedy sah war weit entfehrn auf dem mit teurem Wasser unterhaltenen Sportfeld.
Natuerlich versuchte ich auch mein Glueck beim Noodeling, dem Durchsuchen der Geroellhaufen nach color. Man sagt, man schaue nach color (Farbe) wenn man nach Opalen sucht. Opale glitzern ja bekantlich in allen Farben. Ich fand jedoch nur Gips!
Fast ein muss in Coober Pedy ist der Besuch des Dugouts von Arvida vom Blumental, besser bekannt unter Crocodile Harry. Er ist 73 Jaehrig und kam nach Coober Pedy um hier sein Glueck zu finden, nachdem die Krokodiljagt verboten wurde.
Frauen sind seine Schwaeche, was auch leicht in seinem Dugout zu sehen war. Ueberall skulpturen von Frauen, BH's und Hoesschen mit Widmungen, teilweise von bekannten Persoenlichkeiten. Der BH vom Tina Turner wurde ihm jedoch gestohlen. Die Hoehlen sind von den tausenden von Besuchern bemalt und man sieht immer wieder was neues. So auch Filmrequisiten vom Film Mad Max, welche in der Gegend von Coober Pedy gedreht wurden.
Mad Max passt auch gut in die Gegend, die Stadt machte mit seinem Alteisen das ueberall rum steht auch einen wirklichen Endzeit Charakter auf mich.
Auch die Kirchen sind hier unterirdisch. Den Friedhof den ich besuchte, hatte auch so seine Kuriositaeten aufzuweisen. Auf einem Grab steht anstelle des Grabsteines oder eines Kreuzes ein Aluminium Bierfass! Statt Blumen sind volle Bierflaschen da. Bei der Beerdigung gfab es statt Blumen Alkohol. Und seine letzte Party (er war unheilbar krank) machte er auf kosten der Bank, mit seiner ungedeckten Kreditkarte...
In Coober Pedy kann man auch oft den "Great Australian Salut" sehen, wie spoetisch das Handwedeln vor dem Gesicht genannt wird um die Fliegen zu vertreiben!
Alice Springs, das tote Herz ist gruen (19.3.00-20.3.00)
Von Coober Pedy nach Alice Springs stand rund 700 Kilometer fahrt durch das Outback auf dem Programm. Viel Zu sehen gab es auf der ganzen Strecke ja auch nicht.
Die Tafel die bekannt gibt das man South Australia jetzt verlaesst und Northern Australia betritt ist da schon ein Hoehepunkt des Tages.
Eine andere "Attraktion" war noch der dog fence (Hunde Zaun). Er ist etwa 9'600 Kilometer lang und wurde von den Farmern errichtet um Uebergriffe von Hunden und Dingos auf Weidevie, insbesondere auf Schafe, zu verhindern. Dieser Zaun zieht sich quer durch Australien und wird als das laengste aneinanderhaengende "Bauwerk" aus Menschenhand auf der Welt angepriesen. Zum Leidwesen der Farmer wird der Zaun von Kaenguruhherden oft niedergerannt.
Beim Roadhouse Stop von Kulgera wurde uns die groesse des Einsatzgebietes des dortigen Polizisten gezeigt. Es misst stolze 68'000 Quadratkilometer!
Vor einigen Wochen hatten sie in Alice Springs und Umgebung ja heftige Regenfaelle, ueber 40 cm Regen fiel in kurzer Zeit. So ist das rote Herz (oft auch spoetisch als das tote Herz bezeichnet) Australiens eher gruen als rot.
Die 25'000 Seelengemeinde Alice Springs wurde 1872 gegruendet als eine Telgrafenleitung von Adelaide nach Darwin verlegt wurde. Als die ersten Siedler die Telegrafenstation in der Naehe der Quelle (in englisch spring) errichteten, nannte man sie nach der Freau des damaligen Telegrafen Superintendanten H. Todd. So entstand der Name Alice Springs.
Hier herscht wuestenaehnliches Klima. Nicht zu uebersehen sind auch die Aborigines, die alle (oder viele) sozial nicht wirklich gleich gestellt sind und auch oft an der Flasche haengen.
In Alice, wie die Locals liebevoll ihre Stadt nennen, hab ich drei schoene Abende mit guten Partys gehabt. Ich glaube den leichten Muskelkater in den Beinen habe ich mir beim "Tanzen" auf den Tischen geholt.... |
Uluru, Olgas und kings Canyon, wunderbare Natur (21.3.00-22.3.00)
Mit nur 3.5 Stunden Schlaf (die Party am Abend war gut!) ging es frueh morgens (4.30 Uhr) schon wieder aus dem Bett.
Mit Ben, unserem Tourquide ging es dem Uluru, Olgas und dem Kings Canyon entgegen.
Ben war war ein guter quide und bescherte und zwei interesannte Tage. Sein Wissen ueber die Flora und Fauna der Gegend war einfach phaenomenal. Keine Pflanze oder kein Tier bei dem er nicht den Namen wusste und noch viel mehr. Wie zum beispiel die Verwendung oder die bedeutung desselben fuer die Natur oder die Aboriginals.
Gaschlafen wurde in einem Swag, einem australischen "Ausrollbett". Bei der Sternenklaren Nacht war es fuer mich natuerlich keine Frage, es wurde unter freiem Himmel geschlafen. Andere waren sich der Sache nicht so sicher und suchten in dem Zelten Schutz vor Schlangen, Kaefer, Spinnen, Heuschrecken, Froeschen, Dingos, Lizards und was die Natur sonst noch so an Geschoepfen zu bieten hat.
Speziell einer fiel mir dabei auf, der wollte jedes Tier das irgendwie giftig aussah am liebsten tot sehen! Fuer solche Leute habe ich wenig verstaendnis. Klar wir sahen dort wo wir Campten gleich zwei Red Back Spinnen, welche Menschen toeten koennen. Aber warum sollten sie, die haben ihr Revier in ihrem Netz!
Das Essen auf der Tour war auch ausgezeichnet, nur zu richtigem Schlaf kam man fast nicht. So Schlief ich nur wenige Stunden im Swag, konnte jedoch das Schlafmango etwas bei den rund 1'600 Kilometer Busfahrt in den zwei Tagen kompensieren!
Aber natuerlich sahen wir auch die eigentlichen Gruende der Tour, wie zum Beispiel den Weltberuehmten Uluru. Uluru ist der Aborigines Name fuer den Ayers Rock. Dieser weird jetzt wieder vermehrt verwendet und der Name Ayers Rock ist Zweitrangig.
Bis 1946 sollen gesammthaft nur gerade 24 Touristen den Monoliten gesehen haben. 1959 wurden die ersten Hotels und Motelsgebaut. 1982-19823 legte man das Ayers Rock Resort an.
1985 wurde ein Jahrelanger Streit um Uluru vorerst beigelegt, indem Commonwealth Gouverment denAborigines das Gebiet um Uluru zurueck gab, aber gleichzeitig den Felsen fuer 99 Jahre "leaste", um ihn touristisch nutzen zu koennen.
1997 waren rund 350'000 Touristen zu verzeichnen.
Uluru wird gerne als der groesste Monolith der Erde angepriesen, Mt. Augustus in Westaustralien soll jedoch noch groesser sein.
Trotzdem ist Uluru ein rechter "Brocken". Nach neusten Messungen hat man heraus gefunden, dass der Fels 6.2 Kilometer tief in das Erdinnere reicht. So sind nur gerade 7% der Felsens zu sehen. Das was heute noch sichtbar ist ist eigentlich die Seite eines Huegels. Man kann sich das vielleicht wie das Sinken der Titanic vorstellen. Die Schwimmende Titanic ist der Huegel. Durch erdbeben und das arbeiten der tektonischen Platen ist der Huegel im laufe der Zeit wie die Titanic abgesunken. Jedoch nicht ganz. Was man jetzt von Uluru noch sieht ist quasi das Heck der Titanic das noch aus dem Wasser reicht.
Trotzdem, Uluru hat 9.4 km Umfang, 2.4 km Breite, 3.6 km Laenge und eine Hoehe von 348 Metern.
Ich lief bei Sonnenaufgang um ihn rum und sah wie das rot des Felsens bei Sonnenaufgang zu Leuchten begann. In Respekt auf die Aborigines Kultur bestieg ich den Felsen nicht. Aber da ist noch soviel mehr ueber diesen Felsen zu berichten, am besten hoert ihr Euch das vor ort an, Australien ist ja nah!
Die Olgas, oder Kata Tjutu wie sie die Aborigines nennen wurden natuerlich auch besucht. Sie bestehen aus 36 roten Gesteinskuppen die bis 546 Meter hoch sind und sich ueber eine Flaeche von 36 Quadratkilometern erstrecken. Auch sie sind, wenn auch weniger bekannt, einen Besuch wert.
Mir persoenlich hat jedoch der Kings Canyon am besten gefallen. Der Uluru war ja nichts wirklich neues, jeder kennt ihn von tausdenden von Bildern.
Der Kings Canyon und seine Umgebung besteht aus rotem Sandsteinfelsen im Atemberaubender Formation. Der Canyon selbst war auch ganz gut, aber die Gegend als ganzes beeindruckte mich. Uebrigens war dies ein rechter Canyon, nicht wie der Grand Canyon in den Staaten. Dieser ist naemlich ein gorges (fragt mich nicht das Wort dafuer in Deutsch!) Jedenfalls entsteht ein gorges durch Erosion eines Flusses (wie der Grand Canyon). Ein Canyon ist jedoch eine Gelaendefalte, entstanden durch ein Erdbeben oder das Wandern der tektonischen Platen. Aber die Amis sind ja entschuldigt, nicht?
Der GArten Eden, eine Gruene immerwaehrende Oase in der Tiefe des Kings Canyon war wie aus 1001 Nacht, einfach schoen. Wenn Du mal am Uluru bist, verpass den Kings Canyon nicht!
Daly Waters, ein Pub wie kein anderes (23.3.00)
Nach einer weiteren Partynacht stand ich mit nur drei Stunden Schlaf um 5.00 Uhr Morgens auf. Bei prasselndem Regen verliessen wir auf dem Suart Highway Alice Springs Richtung Darwin. Diese Teilstueck nennen die Australier den "The Track". Als er nach dem 2. Weltkrieg geteert wurde bekam er den Namen "The Bitumen".
nach kurzer Fahrt passierten wir den Wendekreis des Steinbocks, was soviel bedeutet wie dass wir das subtropische Gebiet verlassenund in tropisches Gebiet kommen.
Mit Roadhouse Stops ging es langsam dem Norden entgegen. Viel wirklich weltbewegendes gab es nicht.
In Wycliffe Well, das sich gerne Ufo Hauptstadt der Welt nennt sah ich nicht mal Scully von Akte X, welche Enttaeuschung...
Spass beiseite, nirgendwo in Australien sind sonst soviele Ufo Sichtungen zu verzeichnen wie hier. Daher haben schon Ufo Forscher aus aller Welt den kleinen Ort aufgesucht.
Besser, jedenfalls handfester fand ich die Devils Marbles, die Teufels Murmeln. Nach der Mythologie der Aborigines von der Regenbogenschlange als Eier gelegt und dann hier aufgetuermt wurden.
Die Kugelrunden Felsen haben einen Durchmesser von bis zu 6 Metern und sind durch Wind- und Wassererosion entstanden.
Die Kugel die bis vor kuzem in Alice Springs Flynn's Grab "schmueckte", ist auch wieder in seine Heimat gebracht worden.
Mir gefielen die Kugelrunden Felsformationen sehr gut.
Weiter ging es nach Tennant Creek, ein Bergbaustaedtchen das in den 30er Jahren entstand als man hier Gold fand.
Eine andere Geschichte der Entstehung der Stadt fuehrt auf einen liegengebliebenen Bierlaster zurueck, dessen Fahrer sich hier nieder liess, und seine Freunde einlud, mit ihm das Bier "wegzuschaffen", bevor es schlecht wuerde.
In Daly Waters war unser Uebernachtungs-Camp. Die 15 Seelengemeinde erlebte erst kuerzlich eine Wachstumsexplosion auf 19 Personen.
Das unscheinbare Daly Waters hat eine gute Attraktion zu bieten, das aelteste Pub im Northern Territory. Das Pub ist uebervoll mit Klebern, Untewaesche, Visitenkarten, Geldscheinen, Muenzen, Flaggen und vielem anderen aus aller Welt. Ich fand locker so um die 150 deutsche Mark in Form von signierten Geldscheinen die an den Waenden Haengen. Auch die Schweiz war mit zahlreichen Souveniers vertreten. Wahrscheindlich kann man ein Leben lang in das Pub gehen und findet immer was neues kurioses.
Vor dem Pub steht die Wassergefuellte Traenke fuer die Pferde, die wohl jedoch nur noch zur zier da steht.
Das abgelegenste Lichtsignal Australiens steht auch vor dem Pub, es steht immer auf rot.
Auch war diese Pub der erste Mc Donald's im Northern Territory. Fuer einen Tag war Mc Donald's in dem Pub eingemietet! |
Kathrine Gorges, lets jump (24.3.00)
Via einer Spritztour auf der Landebahn des Flughafens von Daly Waters, welcher der erste Internationale Flughafen von Australien sein soll und im 2. Weltkrieg rege gebraucht wurde, ging es nach Mataranka. Vielleicht einigen aus dem Buch und dem Film "We of the Never Never" bekannt. Das wohl interesannteste hier war die Fuetterung der Baramundi Fische. Die Fische von stattlicher Groesse springen schoen aus dem Wasser fuer einen Happen Futter. Da sie quasi keine Zaehne haben, war es auch nicht so schlimm wenn sie die Finger auch als Futter betrachteten!
Dann ging es nach Kathrine. Mit 10'500 Einwohnern lange ein unbedeutendes Nest am Highway zwischen Alice Springs und Darwin. Der Aufschwung kam in den 60er Jahren als als man Bootsausfluege auf dem Kathrine River anbot und die Touristenzahlen seither kontinuierlich gestiegen sind. (1995 ca. 250'000 Touristen) Anfang 1998 wurde Kathrine von einer grossen Flutkatastrophe heimgesucht, bei der sich nicht nur braune Wassermassen durch die Stadt waelzten, sondern auch bis zu 4 Meter lange Krokodile.
Die groesste Airforce Basis von Australien steht auch hier. Genug nah an der Grenze von Australien um es schnell zu verteidigen zu koennen, und trotzdem genug weit im Landesinnern um nicht von einem Angriff Ueberrascht su werden.
Hier bezogen wir nahe des Nitmiluk Nationalparkes, indem sich die Kathrine Gorges befinden, unser Camp.
Der 1'000 Quadratmeter grosse Park beherbergt eine 12 km lange Schlucht die der Kathrine River im Laufe der Jahrtausende aus dem Sandstein gefressen hat. Ebenso zum Park gehoeren 13 Nebenschluchten. Waehrend der Fluss in der Trockenzeit dahin plaetschert, wird er in der Regenzeit zu einem unbezaehmbaren Wildwasserstrom. Die Hochwassermarken an den steil aufragenden bis 90 Meter hohen Felswaenden zeugen davon.
Infolge der Regenzeit war es leider nicht moeglich die Gorges mit dem Kanu zu Erkunden. Dafuer machten wir einen schoenen Marsch auf dem Windolf Walk zum Southern Rockhole wo nur in der Regenzeit Wasser fliesst.
Dort kuehlten wir uns von der Hitze und dem Marsch bei einem Bad ab. Zu unser aller Ueberraschung war das Wasser jedoch sehr warm, schaetzungsweise so um die 28 Grad Celsius.
Die Gegend war einfach traumhaft, das schoenste Freiluftschwimmbad das ich je sah. Eine Reihe von Wasserfaellen fuehrte hinab zum Kathrine River.
Das klare warme Wasser und die steilen hohen Felswaende die es stellenweise einschlossen inspirierten mich und ich konnte einfach nicht anders als ein paar Spruenge zu wagen. So suchte ich mir eine Stelle wo das Wasser ca 3-3.5 Meter Tief war. Die Felsen die das etwa 3 Meter breite Pool umrangen boten von 2- ca. 8 Meter jede Moeglichkeit zum Springen.
So probierte ich als erster unter den skeptischen Blicken der Zuschauer einen erste 4 Meter Sprung.
Es war schon etwas aufregend, da die Stelle wo ich ins Wasser Eintauchen sollte nicht allzuviel Spielraum bot. Eins, zwei, drei... splash!
Der erste Sprung war der Beste, einfach genial!
Natuerlich steigerte ich mich dann immer etwas und sprang am Schluss aus etwa 6 Metern in das Wasser das nicht nur vertikal, sondern auch horizontal immer weiter weg zum Erreichen war.
Nach mehr als einem Dutzend Spruenge verliess ich muede und mit einem etwas rotem Hintern (von den harten Landungen im Wasser) das Rockhole.
Das Springen war einfach awesome!!!
Darwin, Endstation (25.3.00)
Auf dem Weg nach Darwin gab es wieder einige zu sehen. Darunter einige schoene Wasserfaelle wie die Edith Falls oder die Robin Falls. Die Robinfalls boten auch eine excellente Moeglichkeit fuer ein erfrischendes Bad.
Auch sah ich auf dem Weg nach Darwin das erste mal einen richtig grossen Termittenbau. Was heisst einen, da standen sie gleich dutzendweise in der Groesse von 3-5 Metern hoehe umher. Ist schon imposannt was so kleine Tiere erstellen koennen. Und das alles nur mit Erde, Laub, Holz, Gras und Speichel. Teilweise sind die Prachtsbauten schon mehr als hundert Jahre bewohnt.
Auch einen Filmstar gingen wir heute noch besuchen. Er wurde beruehmt dank des Filmes Crocodile Dundee.
So sassen wir also in der Stube, tranken zusammen mit Paul Hogen Tee und plauderten ueber vergangene Zeiten.
...natuerlich alles Bullshit! Apropos Bullshit, das trifft es schon eher. Den Filmstar aus Crocodile Dundee I gibt es schon, aber es ist ein Wasserbueffel. Es ist Charlie mit seinen riesigen Hoernern. Im Film stand er mitten auf der Strasse und machte einen furchterregenden Eindruck, doch Crocodile Dundee hypnotysierte ihn und liess ihn einschlafen.
Charlie ist jedoch en richtiger Gemuetsbrocken, nichts kann ihn beim Fressen ablenken. Da kann man ihn an den Hoernern nehmen, seinen Kopf streicheln oder seinen Ruecken zu besteigen versuchen, Charlie laesst sich nicht stoeren.
In Darwin angekommen ging es so schnell wie moeglich ins Vic, wo es gratis Nachtessen gab.
Nach dem Nachtessen machte ich dort weiter wo ich in Alice Springs Aufgehoert hatte, ich genoss die Party. Die meisten meiner Freunde waren jedoch "Memmen" und gingen schon bald ins Hostel zurueck, was mich jedoch nicht davon abhielt weiter zu feiern.
Schliesslich ist Darwin fuer mich die Endstation meiner Australienreise, oder besser meiner ganzen kleinen Weltreise. Da muss man doch noch jede Minute geniessen die man hat, oder nicht?
Kakadu Nationalpark, Crocs und Co. (26.3.00-27.3.00)
Der zweitages Ausflug in den wohl beruehmtesten Nationalpark von Australien machte ich mit einem Toyota Landcruiser wie auf Fraser Island.
Aber diesmal fuhren wir nicht selber, sondern ein Tourquide war fuer das Wohl der 9 Personen Gruppe besorgt.
Das spezielle am Park ist, das er ein ganzes Flusssystem beinhaltet. jeder Tropfen Regen der im Park faellt verlaessr den Park erst wenn der Fluss im Meer muendet.
Der ausflug war auch ganz schoen, auch wenn wir gewisse Sachen infolge der Regenzeit nicht besichtigen konnten, wie zum Beispiel die Jim Jim Falls oder die Twin Falls. Aber alles kann man in einem so riesigen Park wie dem Kakadu eh nie sehen. Man muss sich halt auf etwas beschraenken und braucht fuer das sichten der Tiere auch noch etwas Glueck.
Aber Meth, unser Quide war ein excellenter Tier spotter. Nichts schien seinen Augen zu entgehen.
Ich genoss die Zwei Tage in der Natur, wenn auch die schwuele Hitze und die Moskitos schon zu Schaffen machte.
Neben vielen alten und neueren Aborigines Felsenmalereien sahen wir natuerlich atembeaubende Landschaft und schwammen in einigen Krokodilfreien Schwimmloechern in den malerischen Baechen.
Krokodile sind ueberall, speziell in der Regenzeit. Daher soll man das Schwimmen im Wasser am besten lassen. Aber auch der Aufenthalt am Ufer kann gefaehrlich sein. So hatten wir das Glueck ein Krokodil an einer Stelle wo der Bach ueber die Strasse floss nur drei Meter von unserem Fahrzeug entfehrnt zu sehen!
Eine Spinne von 7 cm Durchmesser die sich auf meinem rechten Ellbogen niederliess war sicherlich auch ein spezielles Erlebniss. Ich erschak zwar nicht mal dabei, denn ich erkannte erst das es eine Spinne war als ich am Boden nachschaute was ich gerade abgeschuettelt habe.
Kleine Klettereien hielten mich auch auf trab und die jumping Croc Tour auf dem Adelaide River war auch nicht ohne. Da wurde einem eindruecklich demonstriert wie hoch Krokodile aus dem Wasser springen koennen. Die Crocs koennen ihren ganzen Koerper bis zu den Hintebeinen aus dem Wasser schnellen lassen, was soviel heisst wie das die Schnauze der Crocs so bis etwas 2.5 Meter ueber der Wasseroberflaeche ist, abhaengig von der Groesse des Krokodils natuerlich.
Ja, der Kakadu Trip war gut. Und am Abend des zweiten Tages wieder zurueck in Darwin, holte ich im Vic mein gratis Essen ab und nahm dann an der Party teil...
Darwin, zum letzten (28.3.00-31.3.00)
Darwin geniesst mit durchschnittlich 8.5 Sonnenstunden im Tag am meisten Sonne von ganz Australien. Also der richtige Ort um sich so langsamm wieder an die verhaeltnisse in der Schweiz zu gewoehnen, oder?
Darwin ist die Hauptstadt des Northern Territory, in welchem auf einer Flaeche der vierfachen Groesse von Deutschland nur gerade 180'000 Leute leben. Momentan ist hier noch Regenzeit, das heisst Hitze und fast unertraegliche Schwuele. Nicht mal in der Nacht wird es merklich kuehler. Da kommt ein kurzer Platzregen zwischendurch ganz willkommen.
Um die 80'000 Leute Leben hier, die aus ueber 50 Nationen kommen.
Darwin hat wohl mehr mitgemacht in seiner Geschichte als jede andere Stadt in Australien.
1866 wurde Darwin unter dem Namen Palmerston gegruendet. Als sie 1911 Hauptstadt des Northern Territory wurde, aenderte man den Namen zu Ehren des Naturforschers Charles Darwin.
Mit dem Eintritt der Japaner in den Zweiten Weltkrieg wurde auch Australien von den Kriegsereignissen beruehrt. Von den 60 Bombenangriffen, die auf Darwin niedergingen, fuehrte eine Attacke im Februar 1942 zur voelligen Zerstoerung.
Eine Weitere Katastrophe in Darwins Geschichte war der Wirbelsturm Tracy, der am 25. Dezember 1974 mit 280 km/h ueber die Stadt fegte. Etwa 90% der Gebaeude wurden zerstoert und 65 Menschen getoetet. 36'000 Bewohner mussten evakuiert werden.
Damals kamen ueberlegungen auf, Darwin dem wuchernden Urwald zu ueberlassen.
Der Pioniergeist der "Darwinites" war jedoch staerker.
Heute ist von all Dem nichts mehr zu sehen, nur Denkmaeler und Museen erinnern noch an Darwins harte Vergangenheit.
Meine letzten Tage hier verbrachte ich ganz spontan.
So Orgabnisierte ich auch kurzfristeig eine kleine Geburtstagsparty fuer mich selber. Alle die kamen sind im gleichen Hostel wie ich einquartiert.
Die Veranda mit Aussicht auf das Pool hat mir jedoch im YHA besser gefallen, so war dies der Austragungsort der Party! Zudem ist dort die Kueche besser ausgeruestet.
In den grossen Hostels ist ja immer ein kommen und gehen, da merkt niemand dass man gar nicht hierher gehoert.
Es ist jetzt de3r 31.3.00 um 13.28 Uhr. in einer halben Stunde gehe ich auf den Flughafen....
|
|