Home
Wettbewerb
Frachtschiffreise
Amerika
Amerika II
Kanada
Mexico
Franz Polynesien
Cook Inseln
Fiji Inseln
Neuseeland
Neuseeland II
Australien
Australien II
Australien III
Malaysia
|
 |
Australien II |
| Die Oestlichen zwei Drittel |
Bellingen, Schlafen im Unterstand (19.2.00)
Von Nimbin ging es via Byron Bay nach Bellingen.
In Byron Bay kam es mir schon etwas komisch vor, denn bis auf 7 Personen haben alle den Bus verlassen und dessen Plaetze wurden durch neue Fahrgaeste besetzt.
Ok, Byron Bay ist ein schoen gelegener Ort. Unter Surfern sowie Hippis bekannt. Aber beides habe ich ja in den letzten Tagen schon gesehen. Darum begnuegte ich mich mit meinem 45 Minuten Aufenthalt in dem Heimatort von Paul Hogan (Crocodile Dundee). In dem oestlichsten Ort von Australien konnte ich jedoch nicht viel von dem ihm nachgesagten Hippi-Flair erhaschen. Viel mehr vielen mir die vielen ueberteuerten geschaefte in den Flanierpassagen auf!
Bellingen war fuer mich eigentlich nur ein Durchfahrtsort. Jedoch muss ich sagen, dass ich dort eine meiner schoensten Schlafsaele auf meiner Reise hatte.
Ich nahm dort naemlich keinen Raum, sondern eines der guenstigeren Betten die in einem Unterstand eingestellt waren. Der Unterstand war auf die Seite in den Wald hinein offen und offenbarte so einen herrlichen Ausblick. Man spuerte die herrliche Waldbrise und hoerte das Gezirpe und Gezwitscher der Tiere. Kalt war es ja nicht und ein Moskitonetz schuetzte uns vor laestigen Plaggeistern.
Am Morgen wurden wir vom Gelaechter (Gezwitscher kann man dem ja kaum sagen!) des Kookaburra geweckt. Auf deutsch heisst der Volgel "Lachender Hans", was ziemlich treffend ist. Besonders wenn viele Kookaburras miteinender "zwitschern" toent es ganz exotisch.
Nundle, Bereiten des bockigen Schafes ...Maehh (20.2.00)
Von Bellingen ging die fahrt weiter durch herrliche Huegel voll subtropischem Regenwald.
So war mal wieder ein Spaziergang durch den Wald angesagt, was jedoch immer wieder schoen ist. Auch waren auf der Fahrt gleich mehrere dieser "beruehmten" Wasserfall-Stops.
Nach dem muhhh der Rindviedfarm in Dingo vor ein paar Tagen, war heute jetzt ein maehhh auf der Dag Sheep Station bei Nundle angesagt. Dies war unser heutiger Uebernachtungsort.
Mit frischen Fruechten wurden wir auf eine erfrischende Weise willkommen geheisen.
Nachdem wir uns mal erst etwas von der Fahrt erholt hatten, wurden uns die Arbeiten die auf so einer Schaafsfarm anfallen demonstriert.
Dazu gehoert das Zusammentreiben der 8'000 Schafe (frueher waren es mal 30'000) auf der 16 km2 grossen Farm. Die Hunde leisten dabei gute Dienste und haben auch sichtlichen Spass dabei. Ueberhaupt habe ich selten so zutrauliche verspielte Hunde gesehen wie dort.
Natuerlich wurde auch das Scheren eines Schafes gezeigt, und jeder der wollte konnte auch sich auch dabei versuchen. Natuerlich liess ich diese Gelegenheit nicht aus. Aber so Einfach wie es ausschaut ist das Scheren doch nicht. Auch schert man ziemlich verhalten, aus Angst das Schaf zu verletzen. Am meisten Ueberrascht hat mich wie wenig sich die Schafe wehrten. Sie wollten zwar immer wegrennen, jedoch mal auf sein Hinterteil gesetzt sackten die Schafe wie bewustlos zusammen. Ploetzlich liessen sie alles mit sich machen. Lies man sie dann los, wollten standen sie meist in der Gegend rum als wollten sie da bleiben. Nach einer Zeit des dastehens rannten sie dann jedoch weg.
Die Demonstrationen waren ganz interesannt und eindruecklich, aber fuer mich sollte ein persoenlicher "Schafscher"-Hoehepunkt noch bevorstehen...
...nachdem auch dies zur Zufriedenheit von mir und der Belustigung der anderen vollbracht war, ging es schon bald zum Nachtessen.
Das Nachtessen hier war sehr reichhaltig und schmeckte ausgezeichnet. Das kam mir gut entgegen, mal wieder nicht selber kochen!
Der abendliche Hoehepunkt war dann der Wettbewerb mit dem bockigen Schaf. Wer konnte sich auf dem Ruecken dieses Untiers am laengsten halten?
Natuerlich war es kein richtiges Schaf, sondern vielmehr ein Fass das an vier Seilen aufgehaengt war. Sass der kuehne Reiter auf dem "Schaf", wurde an den Seilen gezert, was das "Schaf" heftig bocken liess. Es war ein riesen Spass fuer Reiter und Zuschauer.
Sydney, ...und erst die Toiletten! (21.2.00-25.2.00)
Weg von den Schafen ging es durch Singelton ins Hunter Valley.
Das Hunter Valley ist eines der bekanntesten Weinanbaugebieten in Australien. Wie es sich da gehoert, stand also folglich eine Weindegustation auf dem Tagesprogramm. Wirklich geschmeckt hat mir keiner der degustierten Weine, aber ich bin ja auch kein Weintrinker. Spass hat es jedoch alleweil gemacht!
Auf einer nur noch wenig benuetzten alten kurvigen Nebenstrasse ging es dann Sydney entgegen.
Frueher waren in diesen Gebieten oft Bush Ranger taetig. Bush Rangers sind nichts anderes als Wegelagerer. Obwohl kriminell, schafften es einige zu Beruehmt- und gar Beliebtheit im Volke. Vielleicht weil sie die Reichen etwas aermer machten.
Gegen Abend querten wir dann von der Nordseite her kommend die elegante Harbour Bridge, von welcher ich das erstemal die beruehmte Sydney Opera sah. Welch ein Gefuehl, entlich bin ich in Sydney!
Da das Quartier wo ich mein Hostel gebucht habe erst als letztes angefahren wurde, kam ich gleich zu beginn in den Genuss einer 1.5 Stuendigen Besichtigungs-Tour durch die Stadt.
Mein Hostel steht naemlich im Stadtteil Kings Cross. (Kurz oft auch nur als Kings X geschrieben)
Kings X gilt allgemein als das Suendenbabel des Landes. Leicht geschuerzte Dmen, schwere jungs (wenn auch nur mit dicken Motorraedern), grelle Neonreklamen, Tuersteher die die aufregenste Sex-Show des lebens versprechen, und ein buntes Voelkchen auf den Strassen. So laesst sich das Vergnuegungsviertel in kuerze beschreiben.
Ganz so wie Ihr es Euch nach meiner Beschreibung jetzt wahrscheindlich vor stellt ist es nicht. Abgesehen von der schillernden Buntheit wirkt das (Sex-) Vergnuegungsviertel ein wenig bieder, nicht zuletzt deshalb, weil Prostitution in Australien verboten ist.
Auch sind sehr viele Individualreisende hier anzutreffen. Dies einfach daher, weil sich viele Backpacker Hostels hier ansiedelten. Alles in allem ein liebenswerter multinationaler Treffpunkt, auch wenn er seine Schattenseiten wie zum Beispiel eine Haeuffung von Diebstaehlen und Ueberfaellen hat.
Das Nachtleben hier auf den Strassen kenne ich schon recht gut. Nicht das in den Clubs und den Restauranst, aber das in den Strassen.
Hier im Kings X kriegt man naemlich den guenstigste Internet Zugang des Landes. Tagsdurch 2$ fuer unbegrenzte Benutzung, in der Nacht 3$! Das habe ich natuerlich schon mehr als einmal schamlos ausgenutzt. Obwohl hinter dem Computer, was so auf den Strassen los ist bekommt man noch sehr gut mit. Auch hoert man gleich die Boxen von zwei Clubs bis morgens um 5 Uhr um die Wette drohenen. Dazwischen das klirren einer Flasche die in die Brueche geht und immerzu die Tuersteher mit ihren immer gleichen Spruechen um die Leute ins Lokal zu locken.
Mir gefaellts, ist mal wieder was anderes!
Natuerlich besucht ich auch teile, respektive Gebaeude der Stadt, die Weltweite Beruehmtheit geniessen.
Ja genau, ich meine die vollautomatischen Toiletten die ueberall in Sydney anzutreffen sind. Mit ihrer geschwungenen Form und dem dezenten Farbton der kleinen aber Stilvollen Gebaeude sind sie ein echter Schmuck fuer die Stadt. Wenn man sie das erste mal betretet ist man von der funktionellen Eleganz des Interioers so fasziniert, dass man gleich vergisst warum man ueberhaupt durch die sanft oeffnende elektrische Schiebetuere das Innere betreten hat! Wahrscheindlich wird auch darum nach jeder Benuetzung auch automatisch noch der Boden gereinigt! Bevor ich jedoch in die Hosen machte, konnte ich mich wieder an das eigentliche Vorhaben erinnern.
Gleich zu diesen Stilvollen aber etwas niedrigen Toilettenhaeusschen steht der sogenante AMP Tower Centerpoint, oder einfach nur kurz Sydney Tower genannt.
Mit 305 Metern ist er das hoechste Gebaeude der Stadt und soll damit wohl einen Gegenpol zu den "Toilettenbuildings" bieten. Seine 56 Stahlseile die ihm Stabilitaet geben umspannen ihn fast wie ein Fadenspannbild. Alle Seile Zusammen reichen fuer das Ueberwinden der Distanz von Sydney bis nach Neuseeland! Die Aussichtsebene des Observationsdeckes ist 250 Meter ueber dem Grund. Gebaut wurde der Turm fuer eine maximale seitliche Schwankung von 2 Metern, er schwankte jedoch noch nie mehr als einen Meter. Natuerlich wird so ein teures Bauwerk nicht nur gebaut um einen Gegenpol zu den Toilettenhaesschen zu haben. Aber wenn man auf der Aussichtsplatform steht wird einen schnell klar was der eigentliche Grund des Turmes ist. Man geniesst von dort eine herrliche Aussicht. Es erweitert einem buchstaeblich den Horizont wennman all die Oeffentlichen Toiletten von oben sieht!
"The old coathanger", den alten Kleiderbuegel, wie die Sydneyer ihre schoene Harbour Bruecke nennen hat fuer mich einen ganz speziellen Charm ausgeuebt. Fuer mich gehoert sie zu einer der schoensten Bruecken der Welt. Sie uebernimmt auch eine wichtige Funktion im Leben der Leute hier. Denn erst die Harbour Bridge ermoeglicht die Verbindung von all den Toiletten in des Noerdlichen und der Suedlichen Stadtteils.
Dies schien auch schon frueh ein anliegen der Bevoelkerung gewesen zu sein. Aber erst nach rund 100 Jahren des Traumens wurde die Bruecke am 19.3.1932 nach rund acht Jahren Bauzeit eroeffnet. Die Fakten der Bruecke sind gewaltig; Laenge: 1'149m; Breite:49m; Hoehe: 134m; Bogenspannweite: 503m; Anzahl Nieten: ueber 6 Mio.; Groesste Nieten: 3.5kg und 395mm; alleiniges Gewicht aller Nieten: 3500Tonnen; Testgewicht 1932: 96 Dampflokomotiven mit Kohlewagen (8'400Tonnen); geplant fuer: 160 Zuege + 6'000 Autos + 40'000 Fussgaenger pro Stunde; Benuetzung Heute: rund 200'000 Autos auf 8 Spuren pro Tag + jedemenge Zuege auf 2 weiteren Linien; Baukosten: dazumal 20Mio $; Unterhaltskosten: 3Mio $ pro Jahr.
Imposannte Zahlen, nicht? Dies verdeutlicht wie fest die Sydneyer an ihren stilvollen Toiletten haengen.
Ganz waghalsige koennen die Bruckenbogen auch erklimmen. Da alles mit Treppen und Gelaender ausgebaut ist und man zudem noch gesichert wird, braucht man fuer das eigentliche Besteigen der Bruecke nicht waghalsig zu sein. Waghalsig erscheint mir eher der Preis den der Spass kostet. Je nach Datum und Zeit zwischen 98 und 140 Dollar! Trozdem sieht man sie gleich haufenweise die Bruecke erklimmen.
Auch ein sehr begehrter Job ist da Strechen der Bruecke. Seit Paul Hogan (Crocodile Dundee) hier entdeckt wurde dient sie auch als Sprungbrett nach Hollywood. (Die die halt nicht weit genug sprangen, sind bisher alle im Wasser gelandet.)
Um neben den prachtvollen Gebaeudlichkeiten der Toiletten nicht nur ein jaemmerliches Schattendasein zu fristen, hat man sich bei dem Standort der Sydney Opera was ganz schlaues einfallen lassen. Man stellte sie einfach ausserhalb der Stadt hin!
Leider vergas man dabei, dass ausserhalb der Stadt ja gar keine Leute sind die sie besuchen koennten. Zudem hat sie hier mit der Harbour Bridge auch noch gleich einen potenten Rivalen beim Kampf um die Gunst der Besucher. Leider wurde das jedoch erst erkannt als die Bauarbeiten schon derart weit vortgeschritten waren, dass man sie unmoeglich wieder einstellen konnte. Auch schon so "frass" der mit ueber einer Million Fliesen gedeckte Kultur- und Museumstempel viel zu viel Geld. Mit 70 Mio $ budgetiert, kostete das 1973 nach 14 Jahren Bauzeit fertig erstellte Bauwerk 105 Mio $. Darueber im Zwist mit den Auftragsgebern, wurde dem Daenische Architekt Joern Uzton noch vor Beendigung des Bauwerkes gekuendigt. Dieser verliess noch vor dem Richtfest Australien und erklaerte, er werde den Kontinenten nie wieder betreten!
Ja da hatte Sydney 1973 das Schlamassel. Da hatten sie ein Bauwerk das viel zu teuer wurde und eigentlich niemanden interesiert.
Aber da roch ein findiger Werber Lunte sowie das Geschaeft seines Lebens.
Man musste die Leute auf der ganzen Welt einfach so beeinflussen, dass sie glauben das deplazierte Gebaeude mit dem Dach das wie mehrere schief und zu steil geratene Giebeldaecher in Serie aussieht, halt DER Grund fuer einen Sydney Besuch ist.
Heute weiss man wie gut die Arbeit des Werbers war.
Jede und Jeder auf der ganzen Welt kennt das Gebaeude der Sydney Opera heute. Ja, es ist gar laengst zu einem nationalen Symbol Australiens avanciert! Wer heute an sydney denkt, denkt auch an das Opernhaus hier.
Ueber all den Rummel der um das Opernhaus so entstand, gerieten die stilvollen Toiletten der Innenstadt aus mir persoenlich unverstaendlichen Gruenden in Vergessenheit. Doch diesen Indenditaetsverlust haben die Stadtvaeter von Sydney erkannt. Mit dem Durchfuerhren der Sommerspiele 2000 in teils Staedtischen Bereichen wie dem Darling Harbour, versuchen sie wieder vermehrt auf die wahren Wahrzeichen der Stadt zu aufmerksamm zu machen!
Der Werber der dem Sydney Opera house zu beruehmtheit verhalf, soll gerade, wie ich aus Insiderkreisen weiss, ein Projekt ausarbeiten um der Expo 2002 zu mehr Beliebtheit zu verhelfen. Ich hoffe Ihr versteht dass die Person anonym bleiben moechte und ich deshalb keine namen nennen kann.
Ja, Sydney war schoen, und am schoensten waren die Oertchen.
(Dieser Reisebericht ist auf weiten Teilen basierend auf Tatsachen. Trotzdem muss ich jedoch eingestehen, dass ich da und dort was so abgeandert habe, dass es mir besser ins Konzept passt. Wie zum Beispiel die Nieten. Natuerlich sind es nicht genau 6 Mio Stueck die beim Bau der Bruecke verwendung fanden!)
Katoomba, in die blauen Berge fahren wir... (26.2.00-27.2.00)
Muede, nach einer fast uebernaechtigten Nacht im Internet (fuer 2$, da muss man es ausnutzen!) ging ich mit Hunger zum Pick up Punkt des Busses. Dummerweise war naemlich die Kueche des Hostels noch geschlossen. Da kaufte ich mir halt fuer 2.5$ drei Stueck feine Pizza. (Billige Angebote sind so die Vorteile eines "Suendenquartiers")
Via Windsor ging es den Blue Mountains (Blauen Berge), dem Ziel der Reise entgegen.
Diese haben ihren Namen wegen den unzaehligen Eukalyptusbaeumen Welche die Berge, oder vielleicht besser die Huegel bewalden. Das Harz der Eukalyptus Baueme setzt aetherische Oele frei, die sich in der warmen Luft verfluechtigen und einen eigentuemlichen blaeulichen Dunst entwickeln.
Da wir strahlendes heisses Wetter hatten, konnte man dies auch schoen sehen.
Die blue mountains bestehen aber auch aus Canyons und steilen Felswaenden, daher bildeten sie auch lange eine natuerliche Barriere bei der Erschliessung des Landes durch die ersten Siedler.
Beim Govett's Leap hatten wir das erste mal einen Einblick in den Canyon. Auch waren da die Bridal Veil Falls zu sehen, welche zu den hoechsten Wasserfaellen Australiens gehoern. Da sie zur Zeit jedoch nicht viel Wasser fuehren dwaren sie auch nicht so spektakulaer.
Die hohen Klippen von Govett's Leap sind uebrigens auch fuer Selbstmorde bekannt. Selbst eine Oz-Experience Gruppe wie ich geade dabei bin beobachtet mal in der Ferne einen Waghalsigen Klippenspringer mit seinem Fallschirm auf dem Ruecken. Spaeter stellte sich heraus, dass der "Fallschirm" sein Rucksack war!
Via Uhh und Ahh Kurven ging es zu den three sistern. Die three sisters (drei Schwestern) sind eine markante Felsformation. Und die uhh und ahh Kurven habenihren Namen weil man die Felsen von da das erste mal sieht wenn man sie besuchen geht!
Um die three sisters und ihre schoene Umgebung zu erkunden, machten wir eine etwa stuendige Wanderung in den steilen Canyon dem Tal entgegen. Dies war sehr schoen.
Um uns jedochden muehsammen Rueckweg zu ersparen, nahmen wir die Standseilbahn. Diese Standseilbahn betreibt jedochnur eine Kabine auf der Strecke, daher "ersetzt" ein Gegengewicht die fehlende zweite Kabine. Kabine kann man das zwar kaum nennen was ich da sah. Es erinnerte mich eher an die Sitzstelle eines halsbrecherischen Karusells! Mal platz genommen in einer dieser 4er Reihen, sass man fast horizontal. So hatte man schon fast das Gefuehl, es handle sich um ein Vorbereitungs-Training fuer einen Flug auf den Mond. Gleich knapp ueber dem Kopf war das Dach, was aus massivem engmaschigen Gitter bestand.
Als die Fahrt los ging, merkte man jedoch schnell warum man in der Ebene so liegend sass und wofuer das Gitter ist. Denn ploetzlich war der Sitz so nach vorne geneigt, dass man fast raus rutschte!
Die nur 450 Meter lange Bahnlinie ueberwindet bei der kurzen Fahrt immerhin 250 Meter Hoehendifferenz, was in bis zu 52 Grad Steilheit zu spueren war!
Den Abend genoss ich in der Ortschaft Katoomba, wo ich mich etwas von Sydney erholte.
Den Tag darauf trat ich wieder die Rueckreise nach Sydney an.
Dieser Tag brachte mir am Morgen als ich aufstand schon Erinnerungen von der Schweiz entgegen. Als ich aus dem Fenster schaute nieselte es und es war neblig kalt! Ich wusste schon fast nicht mehr was Nebel ist. Aber so einen Monat vor meiner Heimreise ist das vielleicht noch gut um sich wieder langsam an die Schweiz zu gewoehnen...
Diese wurde jedochmit einem Stop bei einem Wildlife Park etwas aufgelockert. Dort waren alle speziellen Tiere Australiens zu sehen. Viele von ihnen konnten auch gestreichelt werden. Vielleicht nicht gerade die Krokodile, aber der Quala, den ich gleich dutzendweise sah, war ein beliebtes Streichelobjekt. Uebrigens stand der Quala Modell fuer den Teddybaeren. Aber da Waren auch Strausse, Wombats, Kaenguruhs, Tasmanischer Teufel, Leguane, grosse Fledermaeuse, all die praechtig farbige Vogelwelt und noch viel viel mehr.
Canberra, "kuenstlich" aus dem Boden gestampft (28.2.00)
Nach dem relativ langen Aufenthalt in Sydney, war es wieder an der Zeit dass ich auf reisen gehe. Mein naechstes Fernziel war Melbourne.
So sass ich mal wieder in einen dieser grasgruenen Busse von OZ Experience. Da ich von jetzt an nicht mehr an der touristischen Ostkueste Australiens unterwegs bin, wurden auch die Busse kleiner. An Stelle der 53 Plaetzer traten jetzt 21 Plaetzige Kleinbusse mit Anhaenger.
Bei dem Leuchtturm auf der malerischen Landzunge von Kiama wurde der Mittagsstop eingelegt. Die eigentliche Attraktion sind hier jedoch die Blowholes, wo das Wasser bei rauher See bis 60 Meter in die Hoehe spritzt. Leider war die See jedoch ziemlich ruhig, so mochte das Wasser nicht mal die Blowholes empor steigen.
Der naechste erwaehnenswerte Halt war dann an der Pebbly Beach im Murramarang Nationalpark. Dort kamen wir in regen Kontakt mit Lokals (Bewohner fer Gegend). Heute waren die Lokals mehrere Kaenguruhs und dutzende der kleinen farbigen Papageienart der Lorikeets. Kaenguruhs fuettern konnte ich ja schon mehrmals, aber diese praechtigen wilden Voegel auf deiner eigenen Hand nach Koernern picken sehen war schon ganz speziell!
Weiter ging es durch den Quala Forest, wo wir jedoch nur Forest und keine Qualas sichteten.
Gegen den spaeteren Abend hatten wir zur Abwechslung mal wieder richtigen Asphalt unter den Raedern und zogen in Canberra ein.
Canberra ist eine "kuenstlich" gebaute Hauptstadt von Australien. Da Sydney wie auch Melbourne Anspruch darauf hielt die Hauptstadt des Landes zu sein, einigte man sich zu einem Kompromiss und baute irgendwo im Niemadsland zwischen den beiden Staedten die neue Hauptstadt.
1901 wurde diese Absicht in der Australischen Verfassung niedergeschrieben, 1909 wurde der genaue Standort ermittelt und 1911 wurde dort das 80 x 30 Kilometer grosse Australien Capital Territory errichtet, wessen Land New South Wales abtreten musste.
Den Wettbewerb ueber die Stadtplanung gewann der amerikanische Architekt und Gartenbauarchitekt Walter Burley Griffin, der eine geometrische Gartenstadt mit kuenstlichem See und drei Huegeln entwarf.
Die Stadt wirkt sehr modern, aber auch etwas steril. Fast alle 300'000 Einwohner leben von den vielen Staatsbetrieben und Buerokomplexen die hier ihren Hauptsitz haben.
Uebrigens soll Canberra in der Sprache der hier ansaessigen Aborigenes "Versammlungsort" heissen, ich hoerte jedoch auch schon Geschichten wonach es was ganz anderes heissen soll... |
Karoonda, Wandern mit Aussie rules (29.2.00)
Die Snowy Mountains (Schneeberge) standen heute auf dem Programm. Diese bilden das Wintersportmekka in Australien schlechthin.
Wie auch in der Schweiz, wird auch hier das in den Bergen anfallende Wasser auch zur Elektrizitaetserzeugung genutzt.
Das 8'000 Seelendorf Cooma gilt als die Geburtsstaedte des Snowy Mountain Scheme. Dies ist ein Verbundnetz von Kraftwerken und Stauseen des Kontinents. Die Planung begann in den 40iger Jahren. 1955 wurde das erste und 1974 das letzte Kraftwerk seiner Bestimmung uebergeben.
Heute verbinden 150 km Tunnel 16 grosse Stauseen und 7 Kraftwerke miteinander, die eine Leistung von 3.7 Mio. kWh erzeugen. Von dem 820 Mio. teuren Projekt sahen wir jedoch nicht viel, ausser gerade die Staumauer und den Stausee des Snowy River bei Jindabyne, wo wir einen weiteren kurzen Stop einlegten.
Hier waren wir also am Tor zur Top Skiregion von Australien! Die Berge hier sind eher Huegel und bieten wohl kaum herausfordernde Pisten, jedenfalls nicht fuer Leute die sich richtige Berge gewoehnt sind. Der Mount Kosciusko hier ist mit seinen 2228 Metern der hoechste Berg Australiens.
Von hier ging es den ganzen restlichen Tag ueber staubige Schotterpisten durch den Kosciusko Nationalpark. The Barry Way, wie sich diese kurvige staubige Strasse nennt, fuehrt durch die herrlich bewaldeten "Berge" entlang des malerischen Snowy River.
Hier machten wir auch einen etwas spaeten Mittagsstop. So schoen auch alles war, die Hitze war schier unertraeglich und die unzaehligen Fliegen waren extrem laestig.
Mit dem Verlassen des Staates New Sout Wales und dem Betreten von Viktoria waren wir unserer Bleibe fuer die Nacht schon sehr nahe.
Das Karoonda YHA ist eine Farm die noch immer betrieben wird. Ihr Standort ist in der Mitte des Niemandslandes. Mit Kafe, Tee und feinem Bananenkuchen wurden wir empfangen.
Spaeter konnten wir uns an einer Indoor Kletterwand versuchen, was sehr anstrengend war, aber unheimlich Spass machte.
Zur staerkung genoss ich dann ein Nachtessen, welches ich mal nicht selber kochte. Und die Entscheidung war gut. Vom Apero Gebaeck ueber Suppe zum Hauptgericht das aus sovielen verschiedenen Fleischen, Gemuesen und Kartoffeln / Teigwaren bestand, dass es unmoeglich war alles zu probieren. Dem jedoch nicht genug gab es noch zwei verschiedene Desserts!
So um 22.00 Uhr ging es dann auf zum Night walk (Nachtwanderung). So wurde er jedenfalls angekuendigt. Entpupt hat sich dann jedoch die Wanderung als eine Fahrt auf der Ladeflaeche eines Pick-up Fahrzeuges. Wahrscheindlich muss es sich hier um Wandern nach Aussie rules handeln (Wandern nach australischen Regeln), witzelten wir auf der Tour.
Quer durch das Land suchten wir mit starken Scheinwerfern nach Tieren. Wir bekamen auch einige zu Gesicht, wie einige Kaenguruhs, ein paar Wombats, Walabies, natuerlich auch Possums und nicht zu vergessen die Kuehe auf den Weiden!
Phillip Island, keine Pinguin Parade (1.3.00)
Heute sah ich etwas, dass ich schon lange nicht mehr gesehen habe.
Auf dem Weg von Karoona nach Lakes Entrance fuhren wir in ein herrliches Nebelmeer hinein als wir von den Huegeln in das Tal hielten. Fuer mich war es etwas wie das Angewoehnen an das was mich erwartet wenn ich wieder in der Schweiz bin.
Relativ frueh morgens trank ich dann auch wieder Alkohol.
Das toent jetzt aber auch, als ob ich immerzu an der Flasche haengen wuerde! Nein, ich trinke auf Reisen sehr wenig Alkohol. Den letzten hatte ich wohl im Hunter Valley beim Weindegustieren.
Und genau das stand auch heute fuer mich wieder auf dem Programm.
Doch zuerst machten wir eine Bootsfahrt auf einem der drei Seen, die alle miteinander verbunden sind. Nur ein duenner Landstrich bestehend aus der Ninety Miles Beach (Diese hier ist im Gegensatz zu der in Neuseeland wirklich 90 Meilen lang!) trennt die Seen vom Meer. Nach etwa 40 Minuten Fahrt, wobei wir auch schwarze Schwaene sahen, trafen wir in der abgelegenen Gaststaette, wo es an das Degustieren ging, ein. Das der Alkohol jedoch nicht allzu fest einschlaegt, gab es zuerst eine kleine Staerkung.
Danach degustierten wir uns durch die 12 Flaschen Wein durch, die allesammt besser als die im Hunter Valley waren. Wie bei Backpackern ueblich, war Selbsbedienung angesagt.
So wurden am Anfang die Glaeser allgemein noch etwas groszuegiger gefuellt. Als es aber zu den letzten Weinen ging, begnuegten wir uns schon fast wenn es reichte um die Zunge anzufeuchten!
Weiter ging es in den Tarra-Bulga Nationalpark, wo wir eine kleine Erkundungstour durch den Regenwald und ueber eine schoene Haengebruecke machten. Dabei sahen mich wohl zwei mittelgrosse Raupen als praktisches Transportmittel, und setzten sich mir auf die Schultern.
Uebernachtet wurde auf der Phillip Island, die ueber eine Bruecke mit dem Kontinent verbunden ist.
Phillip Island ist ja beruehmt fuer seine "Pinguin Parade". Tausende der kleinen Fairy Pinguine (auch als Little Pinguine bekannt) koennen beim Eindunkeln bei ihrem Gang ueber den Strand zu ihren Nistplaetzen beobachtet werden. Diesem Spektakel wohnen jeweils bis ueber tausend Zuschauer bei. Es sind extra Tribuenen mit Sitzplaetzen errichtet worden. Dass die Pinguine auch gesehen werden, behalf man sich mit riesigen Scheinwerfermasten.
In anbetracht dessen besann ich mich auf meine ca. 8 Mann Gruppe in Neuseeland zurueck, wo ich auch schon Pinguine sah. Klar, es waren nicht so viele Pinguine wie hier zusehen sind, dafuer aber die groesseren. Aber das wichtigste, es war kein Massenpublikum da.
So hoffte ich, dass die Pinguine auch ohne mein Beiwohnen Ihre Nistplaetze finden, und verbrachte den Abend andersweitig.
Melbourne, einfach etwas Ausspanen (2.3.00-4.3.00)
Melbourne, neben Sydney die Metropole in Australien.
Zwischen diesen beiden Staedten herrscht ja seit jeher einen Zank. Fragt man in Sydney nach Melbourne, wird einem meist nicht viel gutes erzaehlt. Umgekehrt gehts genau gleich. Diese natuerliche Rivalitaet fuehrte ja, wie schon berichtet,dazu, dass man eine neue Hauptstadt bauen musste.
Melbourne ist das Zuhause von 3.2 Mio Menschen. Die Bevoelkerung ist gemischt. Wie in jeder Grosstadt sind auch hier die Chinesen mit ihrem China Town vertreten. Aber etwas spezieller sind die Grichen. Melbourne ist die drittgroesste "grichische Gemeinde". Oder anders gesgat, die groesste ausserhalb von Grichenland.
1956 holte Melbourne das erste mal die Olympischen Spiele nach Australien, und ist somit eine ehemalige Olympya Stadt. Bei der Kandidatur 1996 erhielten sie ja den Zuschlag nicht, dafuer der "erzfeind" Sydney fuer 2000.
Trotzdem hat die Stadt einige sportliche grossanlaesse zu bieten. Da ist mal das Australian Open (Tennisturnier) oder auch seit 1996 ein Formel Eins Wertungslauf.
Das Australian Open war ja schon vor einiger Zeit, aber der Grand Prix ist gerade Aktuell.
Am 12.3.00 geht das erste Formel Eins Rennen der SAison hier ueber die Buehne.
Leider habe ich nicht die Zeit um so lange hier zu bleiben, aber das ist nicht so tragisch. Ich bin es mir schon fast gewoehnt immer zu frueh weiter zu reisen. Ich bin fast ueberall zu frueh. So verpasste ich die grosse Schwulenparade in Sydney wie auch das Formel Eins Rennen hier nur knap.
Aber was solls, ich bin ja eigentlich wegen dem Land hier. Trotzdem liess ich es mir nicht nehmen, im Albert Park etwas Renn-Atmosphaere zu schnuppern. Dort liefen naemlich die Vorbereitungen zum grossen Rennen auf Hochtouren. Ein Inspizieren der Rennstrecke lag genauso auf dem Programm wie das Begutachten der Sturzraeume, Tribuenen oder den Boxen. Die Box von Ferarri stand weit offen (wie fahrlaessig!). So konnte ich einen schoenen Blick ins Innere werfen. Da die Teams leider jedoch noch nicht eingezogen waren, sah ich ausser einem Cola-Automaten nichts.
Melbourne beherbergt auch zwei wirklich alte Gebaeude. Das Elternhaus des Entdeckers Kapitaen Cook aus dem Jahre 1755 sowie das Haus des ersten Gouverneurs von Viktoria, das seit 1839 hier steht. Davor stand es wie das Cook Haus in England, wo sie in Einzelteile zerlegt wurden um hier wieder aufzubauen. So kommt auch ein junges Land zu alten geschichtstraechtigen Haeussern!
Wie fast in jeder Grosstadt sind auch hier in Melbourne die gleichen Sachen zu unternehmen oder zu sehen.
Ich machte auch einiges und ging immer frueh aus den Federn. Trotzdem nahm ich es sehr gemuetlich und genoss einfach das hiersein. |
Mornington Peninsula, Kuestenausflug (5.3.00)
Die Erkundung von der Mornington Peninsula Gegend machte ich in einem Tagesausflug von Melbourne aus.
Nach einem Fruehstuecksstop erreichten schon bald das Cape Schank.
Dort erkundetetn wier die Kueste rund um den Leuchtturm. Auf einem Brettersteg ging es die Klippen hinunter zur rauhen See. Das Gestein hier ist Vulkanischen ursprunges. Es war mal gluehend fliessende Lawa die beim eintreten in das Meer erstarrte und jetzt ueber tausende von Jahren vom Meer geformt wurde. Vor der Kueste liegen auch einige Wracks, die der tueckischen Stroemung zum Opfer fielen.
Die Luft soll hier auch sehr rein und quasi voelli frei von Verunreinigungen oder Pollen sein. Dies, weil sie direkt von der Antarktis her stroemt. Daher wird sie hier auch Abgepackt (Ist kein Witz, ich wollte es erst auch fast nicht glauben.). Sie soll fuer wissenschaftliche Zwecke und fuer Messungen als Masststab dienen. Ebenso soll die frische Luft an Orte wie Hongkong verkauft werden, was jedoch an dieser Story wahres dran ist weis ich auch nicht.
Auch an der Kueste des Mornington Peninsula Nationalparkes zogen wir umher. So kam ich auch hier in Australien noch dazu, in freier Wildbahn Pinguine zu sehen. Es waren dies zwei Fairy oder Little Pinguine wie sie auf Phillip Island zu sehen sind. Sie wurden an den Strand gespuehlt nachdem sie im Meer den Lebenswillen verlohren hatten!
Die speziellste Gesteinsformation hier waren wohl die London Bridges, ein alleine in der Kueste stehender Felsen der mit mehreren durchgehenden Loechern versetzt ist. Natuerlich mussten auch diese erkundet werden. An gewissen stellen musste man sich nur von den Wellen in Acht nehmen, sonst wurde es nass.
In der Gegend von Sorrento liegen weitere etwa 40 Schiffswrack auf Grund.
Der Grund dafuer ist die relativ schmale Einfahr in die Port Phillip Bay. Sie ist zwar mehr als genug breit, schaetzugsweise einige Kilometer, aber auch hier herrschen
gefaehrliche Stroemungen. Beim Gezeitenwechsel gelangt naemlich nicht genug Wasser durch die "kleine" Offnung in die riesige Port Phillip Bay hinein oder hinaus. Dies bewirkt einen betraechtlichen Hoehenunterschied der Meeresspielgel in der Bay und und an der See. Dies alles zusammen reicht, um so manches Schiff und dessen Manschaft in arge Bedraengniss zu stellen.
Auch wenn das Wetter nicht so traumhaft war, der Ausflug war gut.
Great Ocean Road, herrliche Kueste (6.3.00-7.3.00)
Bei etwas trueben windigem Wetter und verliess ich Melbourne mit einem Kleinbus. Mit nur etwa 11 Personen besetzt ging es Richtung Adelaide.
Auf dem Weg an die Kueste vermisste ich dann meinen Taschenrechner mit eingebautem Wecker! Wieder etwas mehr verloren. Ich schaue doch immer unter das Bett, die Kissen und drehe sowiso immer alles dreimal um bevor ich eine Bleibe verlasse. Aber in letzter Zeit ist es wie verhext, alles scheint sich zu verselbstaendigen!
Den Verlust weggesteckt, gab es in Torquay einen Shopping Stop. Dieser hier war sehr speziell und vor allem fuer die weiblichen Passagiere, die momentan stark in der Ueberzahl waren, sehr interesannt.
Hier haben naemlich alle grossen Surf Firmen Niederlassungen und verkaufen zu sehr guten Konditionen Surfsportartikel und Kleider. Ich bewies jedoch Staerke und konnte der Versuchung wiederstehen.
Innetwa hier beginnt auch die fast 300 km lange Great Ocean Road. Sie fuehrt an einem der schoensten und eindruckvollsten Kuestenstreifens des Kontinent entlang. Seit 1932 erschliesst sie die Great Surf Coast, die mit ihren schroffen klippen, langen Sandstraenden und grossen Regenwaldarealen vieles zu bieten hat. Kurzum ein muss fuer jeden (richtigen) Australien-Touristen.
Wieder am Meer wurde bei der Bells Beach gestopt. Dies ist einer der besten Surf Spots der Welt. Daher finden hier auch regelmaessig internationale Surfmeisterschaften statt.
Die frische Meeresbrise in den Haaren (Oder das was seit dem Scherren auf der Schafsfarm noch da ist!) und den Blick in die Weiten des Ozeans. Links und rechts soweit man sieht das Brechen der grossen Wellen, herrlich!
Ich haette wohl stundenlang dastehen koennen, aber es ging weiter. Es waren ja noch einige andere Ausblicke auf dem Programm.
Gegen Abend erreichten wir den Nationalpark des Cape Otaway. Hier bezogen wir nach einem kleinen Bush Walk das Camp Bimbi Park.
Bimbi Park liegt mitten im Nationalpark und bietet jedemenge Natur. Das schoene am Reisen in einer kleinen Gruppe ist, dass man viel mehr gemainsamm macht. So kochten wir zusammen
Nachtessen und genossen den Abend beim gemuetlichen Beisammensein.
Muede ging es in die Zelten schlafen.
Am naechsten Tag ging es nach einem gemuetlichen Fruehstueck wieder weiter. Doch kaum zurueck auf der "Waschbrett-Piste", sichteten wir einen Koala in der Hoehe auf einer Astgabel sitzen und Eukaliptusblaetter essen. Natuerlich wurde da sogleich ein Stop eingelegt. Mein erster Koala in freier Natur!
Zurueck an der Great Ocean Road gab es heute sehr viele Stops. Aber jeder einzelne war es auch wirklich wert.
Das Wetter war noch immer windig und bewoelkt, aber igendwie passte das ganz gut zu der rauhen Kuestenlandschaft.
Wir bestaunten die Hoele des Loch ard Gorge (Wo 1878 bei einem Schiffsunglueck ueber 50 Personen starben und nur 2 ueberlebten.) ebenso wie die Wellen im Grotto oder den beruehmten London Arch, die Bay of Islands, die imposannten 12 Apostel (von denen nur noch 10 existieren oder gar nie mehr waren) und vieles vieles mehr.
London Arch, oder auch als London bridges bekannt, ist eine kleine Landzunge die wie eine Bruecke mit zwei grossen "Brueckenbogen" in das Meer hinaus ragt. Heute ist von den zwei Bogen nur noch der Aessere zu sehen. Somit bildet er jetzt eine klein Insel und ist nicht mehr mit dem Festland verbunden.
Im Jahre 1990 hatte ein Liebespaar das Glueck und war geade vor Ort als der erste Bogen in sich stuerzte und ins Meer fiel. Dummerweise waren sie gerade auf dem aeusseren Bogen und somit innert Sekunden vom Festland ploetzlich auf einer Insel mit hohen Klippen. So mussten sie per Helikopter geborgen werden. Dieses Ereigniss wurde natuerlich via den Medien verbreitet, was dem Liebespaar wohl nicht so angenehm war. Sie waren naemlich beide verheiratet aber mit anderen Partnern!
Weiter entlang der Schiffswrack Kueste, die ihren Namen nicht grundlos hat, ging es weiter nach Tower Hill. Hier liegt ein grosser Vulkankrater mit einem (momentan gerade ausgetrockneten) See darin. Bei diesem Stop sichteten wir viele Emus und ein Mutterkoala mit dem putzigen Jungtier hoch in den Aesten der Eukaliptusbaeume.
Definitv fertig mit der wunderbaren Kueste der Great Ocean Road hielten wir in den Grampian Nationalpark. Dieser liegt am suedlichen Ende der Great Diving Range, welche sich ja bekanntlich der ganzen Ostkueste Australiens entlang zieht.
Hier bezogen wir das Nachtlager im High Spirit Base Camp, welches mitten im Wald 27km weg von der naechsten Ortschaft liegt. Auch hier wurde wieder in Zelten geschlafen. Aber anderst als alle meine bisherigen Zeltschlafstellen in Australien, hatte es hier auch keinen Strom. Trotzdem muss man hier nicht auf alle annehmlichkeiten verzichten. Eine Warmwasserdusche sowie eine Sauna sind vorhanden. Beides mit einer Feuerstelle "betrieben". Auch liegt der Platz direkt an einem Reservoir (Ein See der das Tal mit Wasser versorgt), auf dem wir uns nach herzenslust beim Kanufahren austoben konnten.
Wieder bei besserem Wetter, kamen wir in den Genuss eines herrlichen Sonnenunterganges.
Das feine Nachtessen wurde uns von der Camp Crew gekocht.
Das "Abendprogramm" bestand aus einer kleinen "Feuershow" zu Trommelklaengen. Spaeter wurde uns auf unterhaltsamme weise am Lagerfeuer die Kultur und Geschichte der Aborigenes nahegebracht. Dies war sehr interesannt.
Waehrenddessen wurde die Sauna eingefeuert. Es ging der Hauptatraktion des Abeds (oder schon eher Nacht) entgegen. Jeder der wollte konnte in die schwuele Hitze (60-85 Grad) des Saunazeltes. Genug geschwitzt wurde in den kalten See gerannt und wieder zurueck in die Sauna. Nach dem gesunden Herausschwitzen des Giftes war noch etwas Ganzkoerper-Kosmetik angesagt. Mit Schlamm wurde der ganze Koerper eingerieben. Dieser wurde dann an der Feuerstelle getrocknet. Beim Abwaschen des trockenen Schlammes entfernt dies auch noch alte tote Hautpartikel. Und das beste an allem, es war alles Gratis!!!
Beim Lagefeuer wurde teils bis frueh morgens beisammen gesessen.
|
Mt. Gambier, Schuldig!! Ins Gefaengnis!! (8.3.00)
Das High Spirit Base Camp gefiel mir eingentlich sehr gut. Es erinnerte mich etwas an die guten alten Jungwachtszeiten. Ich Ueberlegte mir ob ich noch etwas bleiben soll, entschied mich aber fuer die Weiterreise. Ich moechte dann irgendwo in der roten flachen Wueste des Outbacks etwas bleiben, wenn es sich ergibt.
So verliess ich nach einem feinen Fruehstueck am Lagerfeuer (Pfannkuchen) das Camp.
Bei bestem Wetter erkundeten wir vorerst den Grampians Nationalpark, in dem wir uns ja schon befanden.
Wir besuchten die markanten Felsvorspruenge der Balkonies am Halls Gap und genossen die fantastische Aussicht ueber die Grampians. Weiter zu den Mc Kewnzie Falls, die uns einen kleinen aber anstrengenden Marsch abverlangten. DAfuer wurden die Strapazen mit beruhigendem Wassergeplaetschere belohnt.
Im Mount Arapiles war der naechste Stop. Von der Hoehe hatten wir einen herrlichne Blick ueber das hier flache weite Land. So machten wir hier ein kleine feine Wanderung. Leider fiel ja das Klettern ins Wasser, da nicht genug Teilnehmer zu finden waren, so erklimmte ich halt meinen eingenen Felsen auf eigene Faust.
Weiter hielten wir der Ortschaft Mt. Gambier entgegen. Ploetzlich bremmste Mark (Unser Busfahrer) aprupt. Er Hatte einen Echidna, eine Art Igel, gesichtet.
Bei einer weiteren Vollbremsung konnten wir die Schlange die er gesehen haben wollte jedoch nicht mehr finden.
Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einige Kraterseen, bevor wir uns zu unserem schweren Gang ins Nachtquartier ueberwinden konnten.
Ja, wir hatten es wohl nicht anderst verdient. Der ganze Bus wurde in einem Gefaengnis einquartiert. Dort bezogen wir unsere Zellen, in der Hoffnung baldmoeglichst wieder frei gelassen zu werden.
Das Gefaengnis ist seit 1995 ein Hostel, wo mal eine etwas andere Atmosphaere herschte.
Adelaide / Glenelg, Basislager (9.3.00-11.3.00)
Wir hatten Glueck, bis auf ein hollaendisches Paar wurden alle unseres Busses wieder aus dem Gefaengnis gelassen.
Heute ging es eigentlich nur noch nach Adelaide, viel zu sehen gab es nicht mehr. Ausser natuerlich Larry, ein riesiger Lobster aus Metall. Die richtige Kulisse fuer ein Gruppenfoto. Ebenfalls in Kingston SE, wie Larry, besuchten wir die Beach fuer das Mittagsessen.
Jetzt ging es noch auf die letzte langweilige Stueck Strasse bis wir Adelaide erreichten.
Hier ist war das Ende der schoensten Australienetappe die ich machte. Melbourne - Adelaide war herrlich. Sicherlich nicht mit einem Expressbus welcher die Strecke in 12 Stunden Faehrt. Aber all die Umwege die wir machten waren es wirklich wert. Auch schoen war, dass wir waehrend den 4 Tagen fast immer dieselben Leute im Bus hatten. So fiel uns der Abschied in Adelaide schon etwas schwer.
Alle die jedoch fuer ein Paar Tage in Adelaide blieben, quartierten sich im selben Hostel ein. So dass wir noch immer etwas zusammen sind. Wir entschieden uns fuer den Kuestenvorort Glenelg. Ein Hostel direkt am Kilometerlangen Sandstrand wo man die herrlichen Sonnenuntergaenge im Meer boebachten kann. Dazu das beschauliche Treiben, die Strassengaukler, Strassenkafes und warme Abende; was will man mehr?
Am Abend der Ankunft besuchte ich diejenigen die nur eine Nacht in Adelaide blieben und gingen zusammen aus.
23.47 Uhr konnte ich dann zuschauen, wie das 23.50 Uhr Tram Adelaide nach Glenelg verliess! Aber ich war nicht der einzige der diesem spektakel mit wiederwillen zuschaute. So entschloss ich mich fuer Autostop, immerhin sind es etwa 12 km nach Glenelg. Ich hatte nicht schlecht Glueck und war ueberraschend bald "daheim".
Klar schaute ich mir auch "The Festival City", wie sich Adelaide gerne nennt auch an. Aber im grossen ganzen ist es halt einfach nur eine Stadt mehr. Aber in keiner anderen Stadt habe ich je so viele Strassenmusikanten und Gaukler gesehen. Es ist einfach herrlich nur durch die Fussgangerzone der Rundle Mall zu schlendern und all den Kuenstlern zuzuschauen. Es Ist ein leichtes, einen ganzen Samstag damit zu verbringen!
Trotzdem nutzte ich Adelaide vor allem fuer Besorgungen aller art, zudem nutzte ich den Aufenthalt um mal wieder Keider zu waschen etc.
Adelaide ist fuer mich vor allem das Tor in das richtige Outback, fuer die Durchquerung des Kontinents via Alice Springs. Und auf dieses Teilstueck freue ich mich besonders!
Barossa Valley, zurueck zur Kindheit (12.3.00)
Nach einem wirklich guten spontanen Party, die ich am Samstag Abend noch in Glengelg im Albert Arms Hostel erlebt habe, musste ich am Sonntag den Ort wieder Verlassen. Es ist immer dasselbe, immer wenn Du viele neue interesannte (was immer das heissen mag!) Leute kennen lernst, musst Du wieder weiter Reisen.
Aber das waere mir hier auch ohne diesen Samstag Abend schwer gefallen. Denn ich war hier noch immer mit 6 Personen aus dem Bus von Melbourne nach Adelaide im selben Zimmer des Hostels einquartiert. Wir hatten es wirklich gut miteinander, aber einmal muss man halt weiter Reisen.
Wenigstens war der Reisetag einer der Gemuetlichsten den ich je erlebte. Da es nur ein besserer Kazensprung ins Barossa Valley ist, musste ich Glenelg erst um 15.00 Uhr verlassen.
Was soviel heisst wie: ...genug Zeit zum Ausnuechtern? Falsch!!! Genug Zeit um Abschied zu nehmen. (Bis jetzt hatte ich noch nie einen hang over auf meiner ganzen Reise, ehrlich!)
Der Buschauffeur den wir ich jetzt hatte hiess Duck (Spitzname). Es war sehr kurzweilig mit ihm. Irgendwie schien auch die ganze Truppe im Bus einen lockeren aufgestellten Eindruck zu machen.
Wie auch immer, micht das erste mal auf meiner Reise machten wir das "Spiel" jeder stellt sich vor. Aber das erstemal dauerte dies fast eine Stunde, bei 16 Personen! Normalerweise probiert es jeder so kurz wie moeglich zu machen, aber diesmal war es ganz anders. Mal so richtig informativ und vor allem unterhaltend. Dazu trugen auch die drei obligaten Fragen bei, die beantwortet werden mussten und teilweise nicht ganz undelikat waren.
kaum hatte sich jeder vorgestellt, waren wir schon in Marananga im Barossa Valley. Hier wurden wir im alten Marananga Schulhaus einquartiert. Und wie es sich hier gehoert, wird in der Schule eine Schuluniform getragen. So kleideten wir uns auch dementsprechend ein. Die Boys Uniformen waren jedoch extrem spaerlich vertreten, was mich jedoch nicht weiter stoerte. So verwandelte ich mich halt einmal mehr auf meiner Reise in ein Girl. Im Prinzip waren am schluss alle im Maedchenroecken.
So in die Kindheit zurueck versetzt, machten wir natuerlich auch sachen die weir als Schulkinder schon immer machten. Wir gingen auf den Pausenplatz und tollten uns aus.
Danach kam was, was wohl jeder in seiner Kindheit mal gemacht hat, wir gingen Weine Testen!
Nein, wir gingen nicht den Weinkeller oder die Bar der Eltern pluendern wie Du das jeweils gemacht hast, wir gingen auf eine Winery.
Das Barossa Valley ist wohl das bekannteste Weinanbaugebiet Australiens, so war das natuerlich ein muss, auch wenn ich es jetzt schon das dritte mal in Australien machte. Die Weine waren ueberraschend gut, abr der dortige Hund war noch besser. Nein, zum Weine Testen gab es Apperitiv-Gebaeck und kein Hundefleisch zum naschen.
Aber der quirlige Kerl hatte so einen Tick. Er rannte immerzu in einem engen Kreis und probierte in seinen eigenen Schwanz zu beissen! Dabei bellte er seinen Schwanz immer an, wenn er ins leere biss.
Zurueck im Schulhaus nahm ich einmal mehr an einem richtigen Australischen Barbi teil. (Barbi = BBQ = Barbeque = Grillen) Dazu gehoeren die nach Karton schmeckenden Wuerste, die nach australischem Geschmack dann genau richtig gegrillt sind, wenn sie brandschwarz sind! Dasselbe gilt fuer die Burger. Richtiges Fleisch wird manchmal jeoch schon serviert, bevor es en Bricket ist.
Dazu wird Bier in Massen getrunken, was bei dem heissen Wetter und den Kohlestueckchen im Teller ja auch leicht zu verstehen ist. Auf das Bier mussten wir jedoch verzichten, schliesslich waren wir ja Schueler... |
|