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Amerika, das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten?
Santa Cruz, das erste mal oink oink in freier Wildbahn (15.10.99)

Als Halbtages-Ausflug besuchten wir Santa Cruz. Wir, das ist (Grosstante) Idy, ihr Enkelkind Rachel und ich.
Schon die Anfahrt auf Santa Cruz genoss ich. Wir fuhren durch eine schoene Kurvenreiche Bergstrasse, bei welcher nicht anders als an mein Motorrad denken konnte. Diese Strecke mit meinem Motorrad zu fahren waere ein Genuss!
Aber auch im Auto genoss ich es, da waren Redwoods, Taeler und Huegel mit schoener Aussicht sowie kleine verschlafen wirkende Doerfer.
In Santa Cruz, so etwas wie der Geburtsort der syntetischen Droge LSD, besuchten wir vor allem den Strand.
Meine Gastfamilie meinte, in der City von Santa Cruz seien ohnehin nur "Freaks" auf den Strassen. So was aehnliches war mir frueher auch schon mal von jemand anderem gesagt worden, so wird wohl etwas wahres dran sein!
Wie auch immer, trotz des schweren Erdbebens dass die Stadt 1989 heimsuchte und praktisch kein Gebaeude der Innenstadt ganz liess, hat Santa Cruz noch einen der letzten Strand-Rummelplaetze der Westkueste. Dort war jedoch mitten im Nachmittag nichts los. Das Pier war da schon interesannter. Schon von weitem hoerte man das oink oink, und schon kurz darauf sah ich meinen ersten Seeloewen in freier Wildbahn! Da war jedoch nicht nur einer, da waren dutzende. Sie lagen ueber der Wasseroberflaeche auf den Verstrebungen des Piers. Man konnte schon eine Weile damit verbringen ihnen zu zuschauen. Sie sprangen ins Wasser, kamen aus dem Wasser, kaempften gegeneinander um die besten Liegeplaetze oder Lagen einfach nur in der Sonne.
Aber auch auf dem Pier gab es fuer mich ein spezielles Tier zum ersten mal zu sehen, es waren Pelikane. Leider sah ich sie nie "Fischen", aber sie gefielen mir auch so.
Eine andere spezialitaet von Santa Cruz sind die Wellen. An keinem anderem Ort in Kalifornien verzeichnet man einen so hohen Wellendgang wie in Santa Cruz. Dementsprechend waren die Surfer (natuerlich ohne Segel) auch gut vertreten. Auch sie waren kurzweilig um zu Beobachten, obwohl auch nur schon die schroffen Klippen der Kueste eine Augenweide fuer sich war. Die Palmen, die ueber den Klippen in der Brise stehen, vervollstaendigten die "Postkarten"-Idylle!

Big Basin Park, man sind die dick man! (17.10.99)

Dieser Halbtages-Ausflug ging mit Idy durch eine wunderschoene huegelige Gegend. Und schon wieder vermisste ich mein Motorrad, zumal fuer Amerikanische Verhaeltnisse sehr viele Motorraeder auf den Strassen anzutreffen waren.
Wir besuchten den Big Basin Park nahe bei Boulder Creek. Boulder Creek "Downtown" ist klein und verschlafen. Mich erinnerten die Fassaden einbisschen an die Staedte aus den Wild West Filmen.
Aber unser Ziel war der Big Basin Park. Dort Stehen viele alte Redwood Baeume. Und ich meine wirklich alt, denn so ein Redwood kann gut um die 2000 Jahre alt werden! Natuerlich ist das genug Zeit um eine imposannte Hoehe zu erreichen. Nur war es im Wald manchmal gar nicht so einfach ueberhaupt zu sehen wie hoch sie waren, aber ich weiss, dass einige ueber 100 Meter hoch sind! Besser zu sehen war ihr maechtiger Stamm, eine Scheibe daraus wuerde sicherlich eine wunderschoene riesige Tischplatte geben. Aber gluecklicherweise werden die alten Redwoods geschuetzt. Sie waren frueher begehrtes Baumaterial, da ihr Holz sehr wiederstandsfaehig und schlecht verrottbar ist.

San Francisco, tieferlegen nicht empfohlen (16.10.99+18.10.99)

Mit zwei Tagesausfluegen erkundete ich San Francisco. Die Stadt startete 1776 als spanische Mission, wurde dank des Goldrausches 1848 gross und erlebte am 18.6.1906 ein verherenden Erdbeben, welches 80% der Stadt in Schutt und Asche legte. Dies war jedoch nur ein kurzer Daempfer in der Geschichte San Franciscos. In den 50ern war die Stadt das Zuhause der Beatniks, und in den 60ern das der Blumenkindern, der Hippis. Castro, ein Quartier der Stadt, ist ebenso weltweit anerkannte Hauptstadt der Schwulen.
Wie fuer fast alle ist San Francisco auch fuer mich eine spezielle Stadt. All die Huegel auf der die Stadt steht (ich glaube es sind sieben) verleihen ihr ein spezielles Flair. Es ist regelrecht eine neue Dimension, nicht nur immer Flach wie fast alle anderen Staedte.
Teilweise sind die Huegel so steil, das die Strasse 21% Steigung aufweist. Die Weltberuehmte Lombard Street muss an einer Stelle gar den Hang in Serpentinen passieren, da sie sonst zu steil waere! Fast wie in den Schweizer Alpen, nur das aus Platzgruenden zwischen den Kurven kein Meter gerade ist. Fuer die Autos besonders tuekisch sind die Stellen wo eine laengs zum Hang fuehrende Strasse eine quer zum hang fuehrende Strasse kreuzt. Mehrmals hoerte ich da wie das Fahrzeug mit Front oder Heck anstand! Keine Stadt fuer tiefe sportliche Flitzer.
Eine andere ebenfalls Weltberuehmte Spezialitaet sind die Kabelbahnen. In den Strassen ist das Surren und Klimpern der Seile und Rollen als immerwaehrende Begleitung wahr zu nehmen. Jedoch sind von den ehemals ueber 110 Meilen Schienen nur noch 10 Meilen uebrig. Ich besuchte ebenfalls das Herz der Kabelbahn, das Motorenhaus wo die Kabel angetrieben werden.
Die Gebaeude sind in San Francisco auch etwas spezieller als in anderen Staedten. So konzentrieren sich fast alle Hochhaeuser auf eine Strasse der Stadt. Ueberall sonst stehen meist schmucke zwei bis dreistoeckige Holzhaeuser. Am beruehmtesten sind wohl die viktorianischen Holzhaeuser am Alamo Square. Der gruene Park, dann dier pastellfarbenen Reihenhaeuser und ueber ihren Daechern die Hochhaeuser des Financel District. Die vielen Baeume in den Strassen sorgen zusammen mit den Strom- und Telefonmasten, welche kreuz und quer rumstehen, ebenfalls fuer den speziellen Charme der Stadt.
Am Pier der Stadt sind ebenfalls Seeloewen heimisch.
Auf der Pelikan-Insel sind jedoch keine Pelikane mehr anzutreffen. Dafuer sieht man dort die Ueberreste eines ehemaligen Militaerstuetzpunktes. Daraufhin war dort ein Militaergefaengniss welches in ein Bundesgefaengniss umgewandelt wurde. Pelikan heisst auf spanisch Alcatraz! Alles klarr?
Natuerlich wollte ich mir den Besuch des wohl beruehmtesten Gefaengnisses der Welt nicht entgehen lassen. Alcatraz war ganz schoen, natuerlich nur zum besichtigen, nicht zum drinnen leben! Ich erfuhr einiges ueber Insassen, Waerter, Geschichte und Vorfaelle.
Jedoch ist der Besuch von Alcatraz auch noch im Oktober unter der Woche auf zwei Tage im Voraus ausverkauft. Dank einem Handel schafte ich es doch noch ein Ticket zu ergattern. Der Deal beinhaltete ebenfalls die Miete eines Fahrrades, dass ich ohnehin brauchte.
DAmit erkundete ich naemlich die Golden Gate Bridge und die Region darum. Es war herrlich ueber die 1280 Meter lange 1937 erbaute Golden Gate von zu radeln!
Das Chinatown der Stadt, das ausserhalb des Asiatischen Raumes die zweitgroesste Chinesische Siedlung sein soll hat eher enttaeuscht. Da habe ich schon besseres gesehen!
Da fand ich den Bettler mit dem Plakat:" Warum luegen, es ist fuer Bier. Hilft einem Bierlosen!" schon origineller.
Auch vergebens war mein 90 Minuetiger Marsch zu den Twin Peaks, dem hoechsten Huegel am Randen der Stadt. Denn fuer den Beruehmten San Francisco Nebel zu sehen haette ich mir die muehe eigentlich sparen koennen!
Ich bin in San Francisco nur einmal direkt nach Geld gefragt worden, aber so viele Obdachlose wie hier habe ich noch in keiner andern Stadt bei meinen Touren am Morgen "Zelten" gesehen. (manchmal richtige Zelte, manchmal Blachen und oft nur eine Decke)

Sausalito, ich war da! (18.10.99)

Ja, ich war wirklich in Sausalito! Was, Du kennst Sausalito nicht?
Dann lass es mich erklaeren.
Sausalito liegt schoen gelegen in einer herlichen Bucht. Sausolito, dass nicht wie San Francisco mit dem kalten Nebel zu kaempfen hat, ist waermer und hat mehr Sonne. Es besteht fast nur aus Souvenierlaeden, teuren Restaurants sowie gehobeneren Geschaeften. Es ist klein, schoen und teuer. Zudem ist es schnell gesehen. Es liegt an der von San Francisco aus gesehen anderen Seite der Golden Gate Bridge.
Also das ideale Ziel fuer meine Fahrradtour! Sonst haette ich wohl kaum jeh Sausalito besucht, obwohl mein USA Fuehrer fuer die Ortschaft eine ganze seite opfert!
Jedenfalls war ich da, wenn auch nur etwa fuenf Minuten...

San Diego, nicht viel neues (21.10.99-22.10.99)

Fuer mich war San Diego eine Stadt wie jede andere. Ok, sie hat einen Zoo mit Weltruhm und Sea World, Amerikas goesstes Aquarium.
Nur hoffe ich auf meiner weiteren Reise vom Leben im Meer in dessen natuerlicher Umgebung zu sehen bekommen, daher besuchte ich das Aquarium nicht. Zudem ist mir der Spruch "Amerikas groesstes Aquarium" irgendwie bekannt. Hier in Amerika ist es moeglich von gewissen Dingen das groesste, beste oder hoechste "irgendwas" gleich an mehreren Orten zu presentieren!
In San Diegos Zoo ist Momentan das neugeborene Quala-Baby die Attraktion. Qualas sind sehr schwierig in Zoos zu halten, demenstprechend pflanzen sie sich in Zoos auch nur sehr schlecht fort. Zudem ist ein Quala-weibchen nur in einer sehr kurzen Zeit fruchtbar. Daher moechte ich an dieser Stelle die gute Arbeit des "Koefferli-Munis" aehm Qualas erwaehnen! Dazu muss ich jedoch sagen, das der Leibliche Vater des Quala-Babys auch im San Diego Zoo momentan zuhause ist, es anscheinend jedoch vorzog die Arbeit von anderen machen zu lassen...
So jedenfalls wurde es mir von dem netten Fraeulein im Informationsbuero mitgeteilt.
Um jedoch das Quala-Baby zu sehen braucht man nicht in den Zoo zu gehen, weil man es dort auch nicht in natura bestaunen konnte. Im lokalen Fernsehen soll es dafuer jeden Tag zu sehen sein.
Wie auch immer, ich war eigentlich auch an keinem Zoobesuch interessiert.
Klarr hat San Diego wie jede andere Stadt viel verschiedenes zu bieten. Aber ich glaube, wenn man wie ich in so kurzer Zeit so viele verschiedene Staedte gesehen hat, kennt man das Meiste bereits. Irgendwie sind ja sowiso alle Staedte gleich, speziell wenn sie alle in dem selben Land liegen. So hatte es San Diego natuerlich nicht leicht mit mir.
Aber ich muss sagen, San Diego ist keine ueble Stadt. Da sind Straende, ein schoener, am Abend lebhafter Gaslamp District, warmes schoenes Wetter und auch viele nette Leute.

Tijana, siehe Seite Mexico (21.10.99)

Phoenix, ist das Downtown? (22.10.99)

Als ich abeds um 21 Uhr in Phoenix ankam musste ich mir als erstes schon diese Frage stellen: Ist das Downtown?
Phoenix ist eine noch immer relativ stark wachsende Stadt oder besser Aglomeration. Touristisch hat die nicht allzu viel zu bieten, was ich auch schon vor meiner Anreise wusste. Da Phoenix jedoch quasi auf dem Weg nach Las Vegas lag, beschloss ich dort einen Halbtagesstop zu machen.
Aber da war ja das Problem mit Downtown. Ich konnte einfach nicht glauben, dass die Lage des Busbahnhofes in Downtown liegt, wie in meinem Reisebuch beschrieben. So machte ich einen Erkundungsmarsch. Schnell fand ich die Bestaetigung meiner Vermutung. Es handelte sich um einen neuen Busbahnhof etwas ausserhalb vom Stadtkern.
Da mich Phoenix eh nicht sonderlich interesierte, war das Anlass genug mich nach dem naechsten Bus nach Las Vegas zu erkundigen.

Las Vegas, eigene Denfinitionen fuer neu und alt (23.10.99-24.10.99/31.10.99)

Wenn man am Tag in Las Vegas ankommt, faellt einem bei der Anfahrt zur Stadt nicht viel besonderes auf. Das einzige woran ich Las Vegas von der ferne her ausmachen konnte ist der dort stehende Statosphere Tower. Mit seinen 344 metern hoehe ist er das hoechste Gebaeude westlich des Mississippi. Aber sonst fiel mir beim Blick aus der Ferne in die Stadt nichts besonderes auf.
In Las Vegas kam ich in einem sehr schoenen Hostel unter. Fuer 12$ hatte ich ein Schlafsaalbett (8Personen) mit je einem eigenen Badezimmer. Das Hostel war sauber und verfuegte in jedem Raum einen Fernseher und ein Hosteleigenes Pool sowie geheitztes Whirlpool!
Das Wetter war fuer mich durch den Tag noch immer mehr als warm genug und ich war froh dass es nicht Sommer war.
Zu Beginn des 20. Jahrhundert existierte Las Vegas noch nicht einmal (wie viele andere amerikanische Ortschaften), und heute beherbergt sie ueber eine Million Menschen und neun der zehn groessten Hotels der Welt, deren mit allen schikanen versehenen Casinos jaehrlich 30 Millionen Touristen anlocken.
Seit circa den 50er Jahren haeuffen sich hier die Superlativen, doch es ruht sich keine Minute auf den Lorbeeren aus. Schon lange bevor sich die Moeglichkeit andeutet, es koennte ein Quentchen vom Reiz des Neuen verlohren haben, fallen die Schmuckstuecke von gestern der Abrissbirne zum Opfer und muessen Platz fuer noch extravagantere Attraktionen machen.
So erging es zum Beispiel auch dem nur 23 Jahre alt gewordenen Casino Alladin. 1998 wurde es abgerissen und im naechsten Jahr eroeffnet das neue Alladin.
Wenn man all die Casinos prachtvollen Casinos mit eigenen Augen gesehen hat, weiss man wie hart es ist da Schritt zu halten.
So kann man hier Monte Carlo besuchen, daneben wartet ganz New York mit Freiheitstatue, Chrysler-Building, Brooklin Bridge etc. auf die Besucher. Fuer verliebte und natuerlich auch andere Spielsuechtige steht je eine kompaktversion von Venedig und Paris zur Verfuegung! (Natuerlich ausgestattet mit den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten der entsprechenden Orten wie: Canale Grande mit Gondolieri im und ausserhalb des Casinos, Rialtobruecke, Eiffelturm, Arc de Triumpf etc. etc.) Wer Lust auf Akrobatik hat kann dies gratis im Circus Circus bestaunen. Halbe Zoo’s sowie riesige Aquarien bieten das Mirage sowie andere Casinos. Gratis Livekonzerte bietet das MGM Grand und andere. Lust auf vergangenes? Dann besuch die Pyramide des Luxor, Ritterfans spielen im Excalibur und echte Cowboys gehen ins Frontier. Etwas entspannen? Das Bellagio Presentiert zu jeder halben Stunde ein riesieges Wasserspiel zu Musik, wirklich empfehlenswert! Zu langweilig? Vor dem Mirage findet zu naechtlicher Stunde mehrmals ein Vulkanausbruch statt. Oder noch besser, besuch die Seeschlacht vor Treasure Island. Dort sind waghalsige Stunts, jede Menge Feuer und Rauch, und sogar sinkende Schiffe zu sehen!
All diese gratis Attraktionen dienen nur dazu die Leute anzulocken. Genau gleich wie die Gratis Drinks fuer die Spieler oder die sehr billigen Drinks fuer Besucher. (Margarita 99 cent, Krevettencocktail 99 cent, etc.)
Auf mich wirkte alles einbisschen wie Disney World, nur das alles gratis ist!
Wenn dann die Nacht einzug in Las Vegas haelt, veraendert sich die ganze Stadt unter all der Beleuchtung. Las Vegas bei Nacht ist ein muss! Die grossen Casinos befinden sich alle am Las Vegas Boulevard, dem "Strip", aber bei Nacht darf man einen Besuch der Fremontstreet nicht verpassen. Fuenf ganze Blocks wurden dort zur Fremont Experience zusammengefasst. Die Fremontstreet wird dort von einem "Himmelsgewoelbe" mit Tausenden von Lichtern ueberspannt. Man darf sich das jetzt nicht als kuenstlichen Himmel vorstellen, viel treffender ist es, es als riesigen Fernseher zu bezeichnen!
Diese heisse , flach zersiedelte Stadt scheint nur eine einzige Bestimmung zu kennen: die Befriedigung des Spieltriebs. Man betritt einen andere Welt - eine Welt in der das Glueck die Religion und das Geld die Sprache ist und dessen Zeit in Roulette-Umdrehungen gemessen wird!
Eine andere spezialitaeet von Las Vegas sind die Hochzeiten. Jedes Casino hat eine oder mehrere "Weding Chapel" . Dazu stehen sie zwischen Fremontstreet und Strip an jeder Ecke. Hochzeit in der hoechsten Kapelle der Welt, beim Falschirmsprung, im Heissluftballon, Mit "Elvis", im eigenen Auto, und und und. Es wird einfach alles angeboten.
Und dann die Zugaben: Darf es ein "gratis" Videofilm sein oder lieber Fotos? "Gratis" eine Live-Uebertragung der Hochzeit via Internett? Oder doch lieber einfach "gratis' Blumen?
Keine Hochzeitskleider? Kein Problem, ueberall zu kaufen oder zu mieten.
Keine Eheringe? In 14 Karat Gold ab 19.99$ plus Tax zu haben.
Kein Ehepartner? Gehe zu den Casinos. Bei den gratis Drinks oder extrem billigen Drinks findet sich sicher ein "Heiratswillige/r".
Sehr eindruecklich fand ich auch den 344 Meter hohen Stratosphere Tower. Die Aussicht auf die Stadt bei Nacht ist atemberaubend. Wer will kann dort eine Fahrt in der Achterbahn auf der Spitze des Towers machen! Alle fuer die der Tower noch nicht genug hoch ist, koennen mit "Big Shot", eine art umgekehrtes Bungee-Springen, noch hoeher hinaus. Absolut zu, empfehlen!
Obwohl ich nach zwei Tagen genug hatte, Las Vegas muss man einfach gesehen haben!

Die Parks, eine Woche Natur (25.10.99-31.10.99)

Vom Montag den 25.10.99 ab 12 Uhr war ich bis Sonntag 31.12.99 um 12 Uhr im Besitz eines Mietewages. Das entspricht genau sechs Tagen. Jetzt ueber alles zu erzaehlen was ich da gesehen habe waere zu viel und auch sehr schwer in Worte zu fassen. Am besten ist man schaut sich die Parks alle selber an.
Meine Reisezeit erwies sich auch hier als sehr gut. Gewisse Parks fuehren Fuenfspurig an Kassahaeusern vorbei in den Park. In der jetzigen Zeit ist in vielen Parks nicht mal ein Kassahaus besetzt! Nicht das ich nicht gezahlt haette, ich kauffte mir ohnehin einen Pass fuer alle Parks, aber alle Parks hatten herrlich wenig Leute!
Mit meinem treuen Freund, mein Hyundai Accent, fuhr ich in den Staaten Arizona, New Mexico, Colorado, Utha und Nevada. Dort besuchte ich folgendes: Hoover Dam; Grand Canyon; Wuptaki NM; Sunset Krater NM; Sedona; Walnut Canyon NM; Meteor Crater; Petrified Forest NP; Painted Desert; Hubell Trading Post NM; Canyon de Chelly NM; Monument Vally; Natural Bridges NM; Mesa Verde NP; Arches NP; Capitol Reef NP; Grand Staircase Escalante; Zion NP; Cedar Breaks Canyon NM; Glen Canyon Dam sowie Lake Powel mit Glen Canyon Recreation Area. (NP = Nationalpark; NM =Nationalmonument)
Ich sage Euch, noch nie zuvor bin ich so kurzer Zeit soviel Auto gefahren! Ich will jetzt nicht verraten wieviel, da es eine Wettbewerbsfrage ist, aber ich verbracht inklusive Schlafen soviel Zeit im Wagen, dass ich nicht mehr genau sagen kann ob ich ein Teil des Autos, oder das Auto ein Teil von mir war!

USS Hornet, 3500 Mann fuer eine Hornisse (3.11.99)

Die USS Hornet ist ein ausgemusterter Flugzeugtraeger der amerikanischen Armee und liegt im Hafen von Oakland vor Anker. Heute stehen zwar Flugzeugtraeger mit bis 6000 Mann Besatzung im Einsatz, die Hornet mit 3500 Mann Besatzung war jedoch trotzdem nicht das was man als klein bezeichnet.
In den Jahren 1942 -1943 wurde das Schiff mit 17 Decks in weniger als1.5 Jahren gebaut. Im zweiten Weltkrieg war die Hornet 18 Monate auf See, ohne je einen Hafen anzulaufen. Unter 59 feindlichen Attacken mit Bomben, Torpedos oder Kamikaze Fliegern wurde die Hornet kein einziges mal getroffen.
Im Gegenzug schaffte dieHornet dafuer zwei Navy Rekorde: In einem einzigen Tag des zweiten Weltkrieges schoss die Besatzung 72 feindliche Flugzzeuge ab. Desweiteren haelt sie den Rekord fuer 255 abgeschossene Flugzeuge in einem Monat.
Im Jahre 1969 war President Nixon auf der Hornet anwesend, als auf ihr die erfolgreichen Astronauten der Apollo 11 Mission (Mondlandung) geborgen wurden.
Im grossen ganzen unterscheidet sich die USS Hornet nicht von anderen Kriegsschiffen, ausser dass sie vielleicht ein Flugzeugtraeger und etwas groesser als andere Schiffe ist!
Winchester Mystery House, da Vorbild eines jeden Architekten? (4.11.99)

Meine Grosstante machte mir den Vorschlag das Winchester House zu besichtigen.
So fragte sie mich ob ich den die Winchesters kenne. Ich sagte darauf, dass die einzige Winchester die ich kenne aus aus Metall und Holz ist und man es auch als Repetiergewehr bezeichnen kann. Dies war die Wahrheit, war aber eher nur ein Witz von meiner Seite. Idy, meine Grosstante ging nicht weiter auf meine Bemerkung ein. So stellte ich erst beim Besuch des Hauses zu meinem Erstaunen Fest, dass es sich beim Winchester Mystery House tatsaechlich um ein Haus der Familie Winchester handelt welche die beruehmten Gewehre produziert!
Das Haus in San Jose beherbergte vor allem die Frau des zweiten Presidenten der Winchester Gewehrfabrik. Sie war sehr klein und hatte so einige spezielle Ideen. (Nein, ich meine nicht die "speziellen" Ideen die jede Frau hat, sondern wirklich spezielle Ideen!) Alle ihre Angestellten mussten kleiner als sie sein und wurden als Tageloehner angestellt. So konnte sie jeden Tag die Angestellten entlassen wenn sie irgendwas nicht genau zu ihren Wuenschen erledigten.
Sie lebte von 1840 - 1922 und war auch der Architekt ihres eingenen Hauses. Unter vielen anderern Fimmeln hatte sie auch einen mit der Ziffer dreizehn. So ist es auch eine Zahl die im Haus mit der Anzahl bestimmter Dinge sehr oft vorkommt. (13 Fenster im Raum, 13 Stuehle, 13 Lampen etc.)
Das geht ja noch und faellt einem im Haus nicht speziell auf, wenn man nicht darauf hingewiesen wird. Doch, bei einem schoenen Leuchter mit zwoelf Gasflammen sieht die reingewuergte dreizehnte Flamme nicht sonderlich gut aus.
Aber da sind noch andere Sachen. Zum Beispiel eine Treppe die um die Ecke nach oben geht. Gut und recht, nichts sonderliches, bis du um die Ecke schaust. Die Treppe fuehrt nur an die Decke!
Oder da sind Tueren, wenn man sie oeffnet sieht man die Wand die gleich dahinter ist!
Pass in dem Haus auch gut auf welche Tueren du hinter dir schliesst. Nicht alle haben auf beiden Seiten Tuergriffe, so dass man nicht mehr zurueck kann!
Was die sieben Cheminees in einem nicht speziell grossen Raum sollen weiss ich auch nicht, zum heizen wuerde eines voellig reichen!
Und warum das teuerste und farbenpraechtigste Tiffany Fenster auf der Nordseite (Schattenseite) des Hauses eingebaut wurde hat auch noch niemand rausgefunden. Ich glaube jedoch eine Loesung dazu zu haben. Gleich vor dem Fenster befindet sich die Wand eines weiteren Gebaeudekomplexes, die sowiso nur spaerlich Licht zum Fenster dringen laesst. Daher hat sich Miss Winchester wahrscheindlich auch wegen der Ausrichtung den Kopf zerbrechen muessen.
Die 160 Raeume des Gebaeudes befinden sich sehr oft auf versetzten Etagen, und wenn es nur 20 Centimeter sind. So bedeutet es sich im Gebaede zu bewegen staendig Treppen zu laufen. Aber dazu sind ja diese von mir noch nie zuvor gesehenen Treppen da. Sie sind etwa 60 Centimeter breit und haben ca. 10 Centimeter hohe lange Stufen. Im zick zack fuehren sie so von Stockwerk zu Stockwerk.
In ihrem Spiritual Raum, welcher zur Meditation und Gedenken der vielen durch Winchester Gewehre getoeteten Leute dient, befinden sich jede Menge Kastentueren an den Waenden. Die einzige normale Tuer, die als vermeintliche Eingangstuere ausgemacht wird, fuehrt zu einem 3 Meter Sturz in die Kueche!
Dazu kommt eine schreckliche Raumeinteilung. Das Haus ist soetwas von unpraktisch!
Ich glaube jedoch trotz allem, dass auch noch heute angehende Architekten dieses Gebaeude beim Erlernen ihres Berufes genaustens studieren. Denn viele dieser fuer mich stupiden Elemente trifft man auch noch heute bei neuen Haeusern an!
Hier ist noch der Link zum Winchester Mystery House http://www.winchestermysteryhouse.com

See You, irgendwann (7.11.99)

So, meine Zeit ist gekommen um das Land zu verlassen. Ich wuerde noch gerne etwas bleiben, da ich mich hier in Cupertino bei meiner Amerikanischen Familie wirklich wohl fuehle.
Aber einmal ist der Zeitpunkt zum gehen, und der ist jetzt! Ich habe in den USA viel erlebt und gesehen, nicht zuletzt habe ich waerend meines Aufenthaltes hier auch viel neues gelernt.
Der Unterhalt meiner Hompage ging auch relativ gut, ich weiss jedoch nicht wie dies in den naechsten Laendern aussieht.
Ich lasse mich ueberraschen. Schaut einfach wieder ab und zu rein, wer weiss wann die naechsten Neuigkeiten zu lesen sind?

Buesel
Switzerland

buesel@gmx.ch

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